{"id":5300,"date":"2026-02-09T12:00:24","date_gmt":"2026-02-09T11:00:24","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.presseplus.eu\/?p=5300"},"modified":"2026-04-14T01:05:03","modified_gmt":"2026-04-13T23:05:03","slug":"neustart-beim-kicker-editorial-board-statt-klassischer-chefredaktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.presseshop.at\/blog\/neustart-beim-kicker-editorial-board-statt-klassischer-chefredaktion\/","title":{"rendered":"Neustart beim Kicker: Editorial Board statt klassischer Chefredaktion"},"content":{"rendered":"<p>Der Olympia-Verlag schl\u00e4gt beim Traditionsmagazin Kicker neue Wege ein und verabschiedet sich vom klassischen Chefredaktionsmodell. An die Stelle der bisherigen Doppelspitze tritt ab Sommer 2026 ein siebenk\u00f6pfiges Editorial Board, das die digitale Transformation des Sportmediums vorantreiben soll. Mit Tobias Goldbrunner kommt ein erfahrener Medienmanager als Editorial Director an Bord, der die neue F\u00fchrungsstruktur koordiniert. Die Neuaufstellung ist Teil eines umfassenden Transformationsprojekts, das den Kicker fit f\u00fcr die digitale Zukunft machen soll.<\/p>\n<h2>Strategische Neuausrichtung nach Chefredaktions-Abgang<\/h2>\n<p>Die Entscheidung f\u00fcr das neue F\u00fchrungsmodell hat Vorgeschichte: Bereits im Mai 2025 verlie\u00dfen die langj\u00e4hrigen Chefredakteure J\u00f6rg Jakob und Alexander Wagner \u00fcberraschend das Traditionshaus. Seitdem steuerte eine Interimsleitung aus der erweiterten F\u00fchrungsebene das operative Gesch\u00e4ft. Diese \u00dcbergangsphase nutzte der Verlag, um gemeinsam mit dem externen Medienberater Jenne Beckmann ein v\u00f6llig neues Redaktionskonzept zu entwickeln. Das Ziel ist klar formuliert: Der Kicker soll konsequent auf Digital First, Multimedialit\u00e4t und Premium-Content ausgerichtet werden. Ein ambitioniertes Vorhaben f\u00fcr ein Magazin, das seit Jahrzehnten zu den Leitmedien im deutschen Sportjournalismus z\u00e4hlt.<\/p>\n<h2>Tobias Goldbrunner: Vom Bundesliga-Judoka zum Editorial Director<\/h2>\n<p>Mit Tobias Goldbrunner holt sich der Olympia-Verlag einen erfahrenen Medienmacher ins Haus, der die digitale Transformation bereits bei der VRM Mediengruppe vorangetrieben hat. Dort verantwortete er als Chefredakteur Nachrichten die Digitalisierung der Redaktionen von Titeln wie der Allgemeinen Zeitung, dem Wiesbadener Kurier oder dem Darmst\u00e4dter Echo. Zuvor war er Gesamtsportchef bei der VRM, ein Bereich, der ihm offensichtlich am Herzen liegt. Als ehemaliger Bundesliga-Judoka kehrt Goldbrunner nun zum Thema Sport zur\u00fcck und \u00fcbernimmt ab dem 1. Juni 2026 die Gesamtverantwortung f\u00fcr das Redaktionsmanagement beim Kicker. Seine Aufgabe: die Weiterentwicklung der Marke im zunehmend digitalen Wettbewerb voranzutreiben.<\/p>\n<h2>Drei S\u00e4ulen, sechs K\u00f6pfe: So funktioniert das neue Editorial Board<\/h2>\n<p>Das Editorial Board ist in drei zentrale Bereiche gegliedert, die jeweils von einer Doppelspitze gef\u00fchrt werden. Diese Struktur soll Expertise b\u00fcndeln und gleichzeitig verschiedene Perspektiven einbringen. F\u00fcr Planning &amp; Operations zeichnen Andr\u00e9 Dersewski und Peter Glaser verantwortlich. Dersewski geh\u00f6rte bereits der Interimsleitung an und bringt tiefes Kicker-Know-how mit. Glaser wechselt nach erfolgreicher Projektarbeit nun fest in die Redaktion und soll seine digitale Expertise einbringen.<\/p>\n<p>Den Bereich Content &amp; Storytelling verantworten Matthias Dersch und Benjamin Hofmann. Dersch ist langj\u00e4hriger Kicker-Reporter mit Schwerpunkt Borussia Dortmund und deutsche Fu\u00dfball-Nationalmannschaft. Er bringt umfassende Erfahrung in verschiedenen Medienformaten mit, von Text \u00fcber Video bis Audio. Hofmann erg\u00e4nzt das Duo mit seinem starken Netzwerk in der Fu\u00dfball-Branche und dem Fokus auf exklusive Inhalte, die den Kicker von der Konkurrenz abheben sollen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Distribution &amp; Newsroom setzt der Kicker auf J\u00f6rn Petersen und Julian Mei\u00dfner. Petersen ist seit 2006 Teil der Kicker-Mannschaft und gilt als versierter Homepage-Manager im tagesaktuellen News-Gesch\u00e4ft. Mei\u00dfner kommt neu zum 1. April 2026 von Sport1, wo er zuletzt als Director News und Mitglied der Chefredaktion die Nachrichtenredaktion leitete. Diese Mischung aus internen Leistungstr\u00e4gern und externen Experten soll frischen Wind und bew\u00e4hrtes Know-how vereinen.<\/p>\n<h2>Digital First: Transformation mit klarem Fokus<\/h2>\n<p>Die Neustrukturierung ist mehr als nur eine organisatorische Umstellung. Sie markiert einen fundamentalen strategischen Wandel. CEO B\u00e4rbel Schnell betont die Bedeutung des neuen Gremiums: Die gelungene Mischung aus internen Leistungstr\u00e4gern und neu verpflichteten Experten soll die Marke mit journalistischem Gesp\u00fcr weiterentwickeln. Das Transformationsprojekt zielt darauf ab, eine storyzentrierte Arbeitsweise zu etablieren und die Redaktion konsequent auf digitale Formate auszurichten. Dabei geht es nicht nur um die Produktion von Online-Content, sondern um eine grundlegende Ver\u00e4nderung der redaktionellen Prozesse und des F\u00fchrungsverst\u00e4ndnisses.<\/p>\n<p>Begleitet wird der Umbau vom externen Medienberater Jenne Beckmann, der die Bedeutung der Kommunikation im Ver\u00e4nderungsprozess hervorhebt. Regelm\u00e4\u00dfiger Austausch soll m\u00f6gliche \u00c4ngste in der Belegschaft abbauen, die Redaktion bestm\u00f6glich in den Prozess einbinden und ein neues F\u00fchrungsverst\u00e4ndnis entwickeln. Eine Herausforderung in einer Branche, die sich rasant wandelt und in der digitale Reichweite zunehmend \u00fcber Erfolg oder Misserfolg entscheidet.<\/p>\n<h2>Starke Position im digitalen Wettbewerb ausbauen<\/h2>\n<p>Mit bis zu 17 Millionen Unique Usern pro Monat z\u00e4hlt der Kicker bereits heute zu den reichweitenst\u00e4rksten digitalen Sportangeboten in Deutschland. Diese Position will der Olympia-Verlag nicht nur halten, sondern weiter ausbauen. Der Umbau der Redaktion unterstreicht diesen Anspruch. Die neue Organisationsstruktur startet offiziell nach der Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft im Sommer 2026. Bis dahin bereitet das Editorial Board bereits die k\u00fcnftigen Teamstrukturen vor, w\u00e4hrend die Interimsleitung das operative Gesch\u00e4ft weiterf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Neuaufstellung kommt zu einer Zeit, in der das Haus auch personelle Ver\u00e4nderungen verkraften musste. Der langj\u00e4hrige Vermarktungschef Martin Schumacher verlie\u00df den Olympia-Verlag zum Jahresende 2025. Umso wichtiger erscheint es, mit dem neuen Editorial Board Stabilit\u00e4t und gleichzeitig Innovation zu schaffen. Die Branche beobachtet gespannt, ob das neue F\u00fchrungsmodell den Kicker erfolgreich ins digitale Zeitalter f\u00fchren kann, ohne die journalistische Qualit\u00e4t zu opfern, die den Traditionstitel auszeichnet.<\/p>\n<h2>Fazit: Mutiger Schritt in die digitale Zukunft<\/h2>\n<p>Die Entscheidung des Olympia-Verlags, die klassische Chefredaktion durch ein Editorial Board zu ersetzen, ist bemerkenswert. Sie zeigt, dass auch Traditionsh\u00e4user bereit sind, neue Wege zu gehen, wenn es darum geht, im digitalen Wettbewerb zu bestehen. Die Mischung aus erfahrenen Kicker-Kennern und externen Experten verspricht sowohl Kontinuit\u00e4t als auch frische Perspektiven. Ob das Modell aufgeht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Eines ist jedoch sicher: Der Kicker stellt sich den Herausforderungen der digitalen Transformation aktiv und mit einem klaren Plan. Das verdient Respekt in einer Branche, in der viele Medien noch nach dem richtigen Weg suchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Olympia-Verlag schl\u00e4gt beim Traditionsmagazin Kicker neue Wege ein und verabschiedet sich vom klassischen Chefredaktionsmodell. An die Stelle der bisherigen Doppelspitze tritt ab Sommer 2026 ein siebenk\u00f6pfiges Editorial Board, das die digitale Transformation des Sportmediums vorantreiben soll. Mit Tobias Goldbrunner kommt ein erfahrener Medienmanager als Editorial Director an Bord, der die neue F\u00fchrungsstruktur koordiniert. 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