Personalwechsel an der Spitze: Die Spiegel-Gruppe stellt ihre Führungsriege weiter neu auf. Ab Juli 2026 übernimmt Corinna Weichert die Leitung des gesamten Personalbereichs und bringt dabei etwas mit, das in Zeiten des Wandels besonders wertvoll ist: mehr als 15 Jahre Erfahrung im Haus.
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Ein bekanntes Gesicht rückt nach oben
Manchmal muss man nicht weit suchen, um die richtige Person für eine Schlüsselposition zu finden. Die Spiegel-Gruppe macht es vor: Corinna Weichert, 49, arbeitet bereits seit 2010 für den Spiegel-Verlag, zunächst als Personalreferentin für Spiegel TV und die manager-Gruppe. Zum 1. April 2026 trat sie die Stelle als stellvertretende Leiterin des Personalbereichs an, und zum 1. Juli folgt der nächste logische Schritt: die vollständige Übernahme der Personalleitung.
Weichert folgt auf Dr. Felix Blum, der die Spiegel-Gruppe nach zehn Jahren verlässt, wie es heißt, im besten gegenseitigen Einvernehmen. Blum hatte seit 2015 wichtige Impulse für eine moderne Personalarbeit gesetzt und tiefgreifende Veränderungen begleitet, darunter die Zusammenlegung der Online- und Printredaktionen.
Solide Ausbildung, breite Erfahrung
Weichert bringt für ihre neue Aufgabe ein starkes Fundament mit: Sie studierte Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Personal und Organisation an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin und ist ausgebildete systemische Prozessberaterin. Vor ihrer Zeit beim Spiegel-Verlag war sie bei der Postbank Systems AG tätig, zunächst in der Personalsachbearbeitung, anschließend in der Personalentwicklung.
Diese Kombination aus strategischem Denken und operativer Praxis dürfte ihr in der neuen Rolle zugutekommen. Denn die Aufgabe ist anspruchsvoll: Weichert verantwortet künftig die gesamte Personalarbeit der Spiegel-Gruppe sowie die Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertreterinnen und -vertretern. Sie berichtet dabei an Jennifer Lachman, Chief Operating Officer und Mitglied der Geschäftsführung.
Wandel als Chance: Weicherts eigene Worte
Weichert selbst gibt einen klaren Blick auf ihr Verständnis von moderner Personalarbeit: Sie betont, wie wichtig es ihr ist, Rahmenbedingungen zu schaffen, die sich an den Anforderungen des Unternehmens ausrichten, Orientierung geben und Entwicklung ermöglichen. Dabei möchte sie eng mit Führungskräften und Betriebsräten zusammenarbeiten.
Jennifer Lachman, die COO der Spiegel-Gruppe, lobt die Ernennung ausdrücklich: Weichert habe die Personalarbeit in den Bereichen manager-Gruppe und Spiegel TV strategisch und operativ entscheidend weiterentwickelt. Ihren systemischen Blick auf Organisationen und ihr modernes Führungsverständnis soll sie künftig in der gesamten Spiegel-Gruppe einbringen.
Teil eines größeren Umbaus
Der Wechsel an der Personalspitze ist kein isoliertes Ereignis: Er ist Teil einer umfassenderen Neuausrichtung der Spiegel-Gruppe, die durch das Ausscheiden von Geschäftsführer Stefan Ottlitz angestoßen wurde. Seitdem hat das Haus mehrere Führungspositionen neu besetzt, darunter eine neue Finanz-Chefin, einen neuen Transformations-Chef sowie nun die Personalleitung.
Im Gegensatz zu einigen externen Neuzugängen ist Corinna Weichert eine Kandidatin aus den eigenen Reihen. Das ist ein bewusstes Signal: Die Spiegel-Gruppe setzt bei dieser wichtigen Rolle auf jemanden, der das Unternehmen, seine Kultur und seine Menschen aus dem Effeff kennt.
Erfahrung trifft Erneuerung
Für Weichert ist es ein wohlverdienter Aufstieg nach mehr als anderthalb Jahrzehnten engagierter Arbeit im Haus. Für die Spiegel-Gruppe ist es eine Entscheidung mit Weitblick: Kontinuität und Wandel schließen sich hier nicht aus, sondern ergänzen sich. Wer die Strukturen kennt, kann sie gezielter weiterentwickeln.
Die Medienwelt befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess, und Verlage wie die Spiegel-Gruppe stehen vor der Herausforderung, ihre Organisationen fit für die Zukunft zu machen. Mit Corinna Weichert an der Spitze des Personalbereichs hat das Haus eine erfahrene Wegbegleiterin für diesen Prozess gefunden.
Fazit
Die Berufung von Corinna Weichert zur neuen Leiterin des Personalbereichs der Spiegel-Gruppe ist eine konsequente Entscheidung: intern verwurzelt, fachlich fundiert und strategisch gedacht. Ab Juli 2026 gestaltet sie die Personalarbeit eines der bedeutendsten Verlagshäuser Deutschlands aktiv mit. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sie die Weichen für die Zukunft stellt.