Der HEINZ HEISE VERLAG – mit Telefonbüchern fing alles an

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Der Heinz Heise Verlag, gegründet 1949 und mit Sitz in Hannover, ist ein deutscher Verlag, der sich auf IT- und Computermedien spezialisiert hat. Bekannt für seine hochwertigen Fachzeitschriften und Online-Portale, hat sich der Verlag als unverzichtbare Informationsquelle für IT-Profis und Technikbegeisterte etabliert. Zu den bekanntesten Publikationen zählen die Zeitschriften c’t Magazin, die umfassend über Computertechnik berichtet, und IX Magazin, die sich auf professionelle IT-Anwender konzentriert.

Der Verlag bedient eine breite Zielgruppe, die von IT-Fachleuten über Entwickler bis hin zu technikinteressierten Laien reicht. Durch seine Marktposition als vertrauenswürdiger und kompetenter Anbieter von IT-Informationen hat sich der Heinz Heise Verlag in der digitalen und gedruckten Medienlandschaft fest etabliert. Mit seinen fundierten und aktuellen Inhalten trägt der Verlag maßgeblich zur Information und Weiterbildung seiner Leser bei, und prägt damit den deutschsprachigen IT-Markt entscheidend mit.

Geschichte des Heinz Heise Verlags

Heinz Heise gründete nach Kriegsende 1949 den nach ihm benannten Verlag mit Sitz in Hannover. Die Geschichte um den Verleger ist eine bewegende. Denn bevor sich der gebürtige Niedersachse in seiner Heimatstadt Hannover niederlassen konnte, floh er mit seiner Familie während des Zweiten Weltkrieges in den Osten Europas, ehe er in der Ukraine zur Zwangsarbeit eingesetzt wurde.

Nach der Rückkehr nach Hannover gründete er den kleinen Adressbuchverlag „Heinz Heise Verlag“. Zu den Adressbüchern gesellten sich Fernsprechbücher und 1972 komplettierten Behördenhandbücher sowie arbeitsrechtliche Schriften das Portfolio. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und schon bald wurden Zweigstellen in Bremen und Frankfurt am Main gegründet. Damals waren 100 Mitarbeiter bei Heise angestellt.

Eine der ersten bedeutenden Publikationen war das „Tele-Kabel“, ein Fachmagazin, das sich mit den technischen Aspekten der aufkommenden Fernseh- und Rundfunktechnologie beschäftigte. Dieser frühe Erfolg ermöglichte es dem Verlag, sich in der Fachverlagsbranche zu etablieren. In den frühen Jahren musste der Heinz Heise Verlag jedoch auch einige Herausforderungen meistern. Dazu gehörten der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und die Anpassung an die sich schnell verändernde Medienlandschaft. Durch eine klare Fokussierung auf Qualität und Fachkompetenz gelang es dem Verlag, diese Hürden zu überwinden und sich als verlässlicher Anbieter von Fachinformationen zu positionieren.

In den 1990er Jahren expandierte der Heinz Heise Verlag weiter und etablierte sich auch im Online-Bereich mit Heise Online, einer der meistbesuchten IT-Nachrichtenseiten im deutschsprachigen Raum. Diese Expansion wurde durch technologische Anpassungen und Innovationen unterstützt, wie die Einführung digitaler Publikationen und die kontinuierliche Verbesserung der Online-Plattformen.

Heinz Heise Verlag Aktuell

Heute ist der Heinz Heise Verlag ein vielseitiges Medienunternehmen mit einer klar strukturierten Unternehmensorganisation. Das Führungsteam besteht aus erfahrenen Fachleuten, die die strategische Ausrichtung und das Tagesgeschäft des Verlags leiten. Zu den Schlüsselpersonen gehören Christoph Rinneberg als Geschäftsführer und Volker Briegleb als Chefredakteur von Heise Online.

Der Verlag gliedert sich in mehrere Geschäftsbereiche, die sich auf verschiedene Aspekte des Mediengeschäfts konzentrieren. Dazu gehören Printmedien, digitale Medien und Veranstaltungen. Jede Abteilung arbeitet eng zusammen, um sicherzustellen, dass die hohen Qualitätsstandards des Verlags in allen Publikationen und Dienstleistungen gewahrt bleiben. Durch diese klare Struktur und die engagierten Mitarbeiter gelingt es dem Heinz Heise Verlag, seine Position als führender Anbieter von IT-Fachinformationen zu halten und weiter auszubauen.

Heise Medien in der dritten Generation

Nicht immer schaffen es Unternehmen, familiengeführt zu bleiben. Doch der Heise Verlag ist bis heute noch in einer Hand. 1972 übernahm Sohn Christian Heise die Geschicke und beschäftigte sich schon früh mit elektronischen Medien. So gehört schon seit 1996 das Online-Magazin Telepolis ins Portfolio der Heinz Heise GmbH & Co. KG. Das Magazin hat die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung von IT zu deren Themenschwerpunkt gemacht. Der heutige Geschäftsführer der Heise Medien ist ein Enkel des Gründers und heißt Ansgar Heise. Er leitet die komplette Heise Gruppe, die seit 2002 in mehreren eigenständigen Gesellschaften aufgeteilt ist. Erst seit 2015 heißt der Heinz Heise Verlag Heise Medien.

Noch immer besteht das Kerngeschäft aus acht überregionalen Telefonbüchern und dem Adressbuch Das Örtliche. Wohl jedem klingelt bei dem Namen der Slogan „Das Örtliche – ohne Ö fehlt dir was“ in den Ohren. Bekannt aus deren TV-Spot, der 2010 lief.

Heise Medien Publikationen

Den Ausbau der digitalen Medien hat die Heise Gruppe gefördert und ist unter anderem Herausgeber des beliebten Magazins Mac & i – die Zeitschrift für alle Apple-Liebhaber und Benutzer. Sechsmal im Jahr erfreuen sich die Leser über umfangreiche Tests aller Produkte aus dem Hause Apple sowie über Interviews, Blicke hinter die Kulissen und Kolumnen namhafter Autoren. In jeder Ausgabe gibt es ein Schwerpunktthema, das in Unterartikel aufgegliedert ist: Hardware – mit Produktvorstellungen und Tests sowie Software – mit aktuellen Produkten. Aber auch Praxis-Tipps sowohl für den Profi als auch Einsteiger kommen nicht zu kurz.

Cover des Magazins Mac & i

Mac & i – die Zeitschrift für alle Apple-Liebhaber und Benutzer

Das Flagschiff des Heise Verlags ist aber nach wie vor das c’t Magazin. Aus deren Redaktion hat sich auch die der Mac & i Zeitschrift abgegliedert. Computing today bedeutet die Abkürzung c’t und seit 1983 erscheint das Medium alle 14 Tage. Bei presseplus.de bekommen Sie das Magazin im Abo oder Geschenkabo, das automatisch endet. Die Macher des c’t Magazins beschränken sich heute nicht mehr nur darauf, den neuesten Stand der Technik unter die Lupe zu nehmen. Vielmehr versteht sich die Redaktion selbst als Sprachrohr der gesamten IT-Szene. Mit 91 Prozent Männeranteil unter den Lesern ist die Zielgruppe klar definiert. Doch innerhalb dessen sollen sich nicht nur Branchenkenner vom Magazin angesprochen fühlen, auch passionierte Gamer oder interessierte Hobbyanwender werden eingeschlossen.

c´t Cover

c´t steht für „computing today“

Auch bei Presseplus beziehbar sind die Heise Magazine iX Magazin und die deutsche Ausgabe der Technology Review. Ersteres richtet sich vor allem an IT-Spezialisten. Neben den wichtigsten Marktentwicklungen werden auch Fachmessen vorgestellt. Die Themen Recht und Sicherheit nehmen auch einen bedeutenden Teil des Inhalts ein. Kernzielgruppe sind professionelle Administratoren und Programmierer.

Die Technology Review bewegt sich thematisch irgendwo zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Thematisch also hoch komplex angelegt. Vorgestellt werden vor allem Trends, die gesellschaftsverändernd sein können. Darunter fallen menschenähnliche Roboter oder auch, wie die Medizin auf technische Fortschritte angewiesen ist. Für alle, die einen Blick in die Zukunft werfen wollen, also hochinteressant.

Neben digitalen Medien gehört zur Heise Gruppe auch die interne Agentur Heise RegioConcept. Dort wird Unternehmen ein umfassendes Marketing- und Webseitenkonzept angeboten.

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