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Ausgabe 003/2026
Aktuelle Ausgabe

Zur Phänomenologie des Narzissmus
Der Aufsatz entwickelt ein existenzial-phänomenologisches Konzept des Narzissmus. Im Zentrum steht ein nicht leiblich verankerter Selbstwert, der innere Leere erzeugt und zur Suche nach äußeren Ersatzquellen treibt. Diskutiert werden Mangel, Selbstwert als leibliches Verhältnis, eine neue Deutung des Ovid-Mythos, Ideal-Ich und Körperlichkeit, narzisstische Intersubjektivität, Geschlechterunterschiede sowie Narzissmus als kulturelle Form.

Zugänge zur ästhetischen Dimension im psychoanalytischen Prozess
Der Beitrag verbindet Psychoanalyse und Ästhetik über Gernot Böhmes Atmosphärenbegriff: Atmosphäre als gemeinsamer, sinnlich geteilter Zustand von Subjekt und Objekt. Dieses Konzept wird auf die therapeutische Situation übertragen. Unter Einbezug von Meltzers „ästhetischem Konflikt“ sowie Arbeiten von Civitarese, Ferro und Bollas wird die ästhetische Erfahrung im Behandlungsraum anhand einer Fallvignette veranschaulicht.

Ausgabe 002/2026

Margarete Seiffs Erziehung der Volksgemeinschaft
Im Nationalsozialismus wurde Psychoanalyse von individueller Freiheit auf die Volksgemeinschaft ausgerichtet. Statt Kulturkritik diente sie der Erziehung zur Gemeinschaft. Jüdische Psychoanalytiker:innen wurden zur Emigration gezwungen, während „arische“ Analytiker ihre Arbeit der NS-Ideologie anpassten. Der Beitrag zeigt am Beispiel der wenig erforschten Margarete Seiff, wie Psychoanalyse, Pädagogik und Nationalsozialismus verschmolzen und welchen Stellenwert deutsche Psychoanalytiker einzunehmen bereit waren.

Versuch einer Annäherung
Der Beitrag schildert Leben und Werk des 1943 wegen antifaschistischen Widerstands hingerichteten John F. Rittmeister auf Basis autobiographischer Quellen und historischer Forschung. Anders als andere widerständige Psychoanalytikerinnen erhielt er keine zweite Chance nach 1945. Untersucht wird, wie heutige Perspektiven neue Einsichten ermöglichen. Vorgeschlagen wird, Rittmeister als Generationsobjekt deutscher Nachkriegsanalytiker zu verstehen.

Ausgabe 001/2026

Zum Phänomen der unendlichen ­Gegenübertragung und ihrer Auflösung
Der Beitrag analysiert das Ende einer hochfrequenten Psychoanalyse und zeigt, wie eine unbewusste, persistierende Gegenübertragung das Behandlungsende jahrelang beeinflusste. Die nachträgliche Analyse der Protokolle ermöglichte ein neues Verständnis des Verlaufs und betont die Bedeutung der nachanalytischen Phase sowie des Konzepts der Nachträglichkeit.

Unendliche Übertragung
Der Beitrag versteht Übertragung als zentrales Movens der Analyse. Ausgehend von Laplanche beschreibt er die Dynamik zwischen passiver ursprünglicher und aktiver übersetzender Übertragung. Die Spannung zwischen gefüllter und ungefüllter Übertragung zeigt unterschiedliche Zugänge zum Unbewussten. Am Ende steht keine Auflösung, sondern die Übertragung der Übertragung ins Leben.

Ausgabe 011/2025


In einer genauen Re-Lektüre von Freuds Briefen mit Wilhelm Fließ betrachtet Eckart Goebel das Verhältnis von Einsamkeit und Homosexualität bei Sigmund Freud und entwickelt einige überraschende Verbindungslinien zu einem berühmten, aber in der Freud-Forschung bisher übersehenen Zeitgenossen: Oscar Wilde.


Ralf Zwiebel berichtet aus einem seit 40 Jahren geführten Traumtagebuch und diskutiert vor diesem Hintergrund die Überlegung, dass neben der »Kenntnis des Unbewussten« vor allem das emotionale Erleben unbewusster Prozesse ein zentraler Faktor des Traumlebens ist.

Ausgabe 009/2025

Zur Ambiguität der Hoffnung in Zeiten der Krise
Weiß analysiert die doppelte Bedeutung von Hoffnung: Sie kann sowohl als Ressource als auch als Belastung wirken. In Krisenzeiten wird die Ambivalenz von Hoffnung besonders deutlich.

Hoffen auf das Unverhoffte
Lemma untersucht die Bedeutung von Hoffnung in der psychotherapeutischen Praxis, insbesondere in Krisenzeiten. Sie betont die Rolle des Unvorhersehbaren und die Notwendigkeit, Raum für unerwartete Veränderungen zu schaffen.

In Ausgabe 009/2025 von Psyche

Ausgabe 008/2025


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Porträt von Psyche

Das aus dem Altgriechischen stammende Wort „Psyche“ wurde von den alten Griechen in einem sehr umfassend Sinn verstanden und kann übersetzt werden mit „Atem oder Hauch“. Es umschreibt dabei die ganze Person als Ort menschlichen Fühlens und Denkens. In der Medizin heute geht man von der Annahme aus, dass Körper und Geist nicht grundsätzlich voneinander abhängig sind, sich aber gegenseitig beeinflussen können. Insofern ist die Fachzeitschrift Psyche das Spiegelbild einer nicht nur auf die „Seele“ konzentrierten Wissenschaft, sie umspannt vielmehr alle Facetten des Menschseins.

Welche Inhalte bietet Psyche?

Die Fachzeitschrift bildet den aktuellen Stand der Psychoanalyse, der psychoanalytischen Forschung, Theoriebildung, Methodologie und Behandlungstechniken ab und diskutiert die unterschiedlichen Strömungen der heutigen Psychoanalyse. Darüber hinaus erscheinen zahlreiche kultur- und gesellschaftskritische Beiträge zu Kunst, Literatur, Film, Zeitgeschichte, Soziologie, Ethnologie und Frauenforschung. Jedes Heft erscheint mit einem umfangreichen Themenschwerpunkt, der Themen wie „Trauma & Gewalt – Kollektives Trauma, Krieg und Terror“, „Geschlechterbeziehungen und ihre Veränderung“ oder „Depression-Neue psychoanalytische Erkundungen einer Zeitkrankheit“ auf höchstem Niveau abhandelt.

Wer sollte Psyche lesen?

Die Zielgruppe dieser Fachzeitschrift sind Psychoanalytiker, Psychologen, Psychotherapeuten, Psychiater, Ärzte, Soziologen, Seelsorger, Juristen, Pädagogen und Sozialarbeiter, Professoren und Studenten der Humanwissenschaften im In- und Ausland.

Das Besondere an Psyche?

Diese Zeitschrift ist tatsächlich die einzige monatlich erscheinende deutschsprachige Fachzeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen. Die Vielfalt der Themenschwerpunkte macht deutlich, wie komplex das Thema behandelt werden muss und ... wie wenig wir letztendlich über uns wissen. Die Zeitschrift erscheint monatlich mit einer Druckauflage von 4.700 Exemplaren, das Doppelheft mit 7.000 Exemplaren.

  • eine Fachzeitschrift, die für alle, die sich mit „Menschenkunde“ beruflich oder privat beschäftigen, unerlässlich ist
  • aufschlussreich, äußerst kompetent und mutig
  • eine Zeitschrift, die sich mit den großen Themen des Menschseins auseinandersetzt
  • Der Verlag hinter Psyche

    Im Verlag a Klett-Cotta erscheint ein Buch- und Zeitschriftenprogramm mit breitem Themenspektrum: von Literatur und Fantasy, über allgemeines Sachbuch, Geschichte, Politik und Philosophie bis hin zu Psychotherapie, Psychoanalyse, Psychologie und Erziehung. Cotta, gegründet 1659, der maßgebliche Verlag der deutschen Klassik, steht in einer ersten Traditionslinie für große Literatur und Philosophie. Die zweite Traditionslinie geht zurück auf den Verlag, den Ernst Klett zwischen 1936 und 1976 entwickelt hat. Das Programmspektrum greift weit aus: Von der literarischen Fantasy, über Psychoanalyse, Psychologie, Pädagogik und den Humanwissenschaften bis hin zu dem literarisch-intellektuellen Erbteil zugehörigen Essay. In jüngster Zeit wurde der Traditionsmarke Klett-Cotta mit dem Imprint Tropen ein Programm an die Seite gestellt, das mit junger, urbaner und progressiver Literatur sowie radikalen, popkulturell oder politisch geprägten Sachbüchern zusätzliche Leser erreicht. In der Arbeit des Verlages hat sich diese Mischung aus Tradition und Erneuerung als konsistent und zukunftsweisend erwiesen.

    Alternativen zu Psyche

    Diese Fachzeitschrift fällt in die Kategorie der Psychologie-Magazine. Nicht ganz so wissenschaftlich präsentiert sich Psychologie heute sowie das Themenheft Psychologie Heute Compact. Interessant erscheint auch die Spektrum Psychologie.

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003/2026
Aktuelle Ausgabe

Zur Phänomenologie des Narzissmus
Der Aufsatz entwickelt ein existenzial-phänomenologisches Konzept des Narzissmus. Im Zentrum steht ein nicht leiblich verankerter Selbstwert, der innere Leere erzeugt und zur Suche nach äußeren Ersatzquellen treibt. Diskutiert werden Mangel, Selbstwert als leibliches Verhältnis, eine neue Deutung des Ovid-Mythos, Ideal-Ich und Körperlichkeit, narzisstische Intersubjektivität, Geschlechterunterschiede sowie Narzissmus als kulturelle Form.

Zugänge zur ästhetischen Dimension im psychoanalytischen Prozess
Der Beitrag verbindet Psychoanalyse und Ästhetik über Gernot Böhmes Atmosphärenbegriff: Atmosphäre als gemeinsamer, sinnlich geteilter Zustand von Subjekt und Objekt. Dieses Konzept wird auf die therapeutische Situation übertragen. Unter Einbezug von Meltzers „ästhetischem Konflikt“ sowie Arbeiten von Civitarese, Ferro und Bollas wird die ästhetische Erfahrung im Behandlungsraum anhand einer Fallvignette veranschaulicht.

Ausgabe
002/2026

Margarete Seiffs Erziehung der Volksgemeinschaft
Im Nationalsozialismus wurde Psychoanalyse von individueller Freiheit auf die Volksgemeinschaft ausgerichtet. Statt Kulturkritik diente sie der Erziehung zur Gemeinschaft. Jüdische Psychoanalytiker:innen wurden zur Emigration gezwungen, während „arische“ Analytiker ihre Arbeit der NS-Ideologie anpassten. Der Beitrag zeigt am Beispiel der wenig erforschten Margarete Seiff, wie Psychoanalyse, Pädagogik und Nationalsozialismus verschmolzen und welchen Stellenwert deutsche Psychoanalytiker einzunehmen bereit waren.

Versuch einer Annäherung
Der Beitrag schildert Leben und Werk des 1943 wegen antifaschistischen Widerstands hingerichteten John F. Rittmeister auf Basis autobiographischer Quellen und historischer Forschung. Anders als andere widerständige Psychoanalytikerinnen erhielt er keine zweite Chance nach 1945. Untersucht wird, wie heutige Perspektiven neue Einsichten ermöglichen. Vorgeschlagen wird, Rittmeister als Generationsobjekt deutscher Nachkriegsanalytiker zu verstehen.

Ausgabe
001/2026

Zum Phänomen der unendlichen ­Gegenübertragung und ihrer Auflösung
Der Beitrag analysiert das Ende einer hochfrequenten Psychoanalyse und zeigt, wie eine unbewusste, persistierende Gegenübertragung das Behandlungsende jahrelang beeinflusste. Die nachträgliche Analyse der Protokolle ermöglichte ein neues Verständnis des Verlaufs und betont die Bedeutung der nachanalytischen Phase sowie des Konzepts der Nachträglichkeit.

Unendliche Übertragung
Der Beitrag versteht Übertragung als zentrales Movens der Analyse. Ausgehend von Laplanche beschreibt er die Dynamik zwischen passiver ursprünglicher und aktiver übersetzender Übertragung. Die Spannung zwischen gefüllter und ungefüllter Übertragung zeigt unterschiedliche Zugänge zum Unbewussten. Am Ende steht keine Auflösung, sondern die Übertragung der Übertragung ins Leben.

Ausgabe
011/2025


In einer genauen Re-Lektüre von Freuds Briefen mit Wilhelm Fließ betrachtet Eckart Goebel das Verhältnis von Einsamkeit und Homosexualität bei Sigmund Freud und entwickelt einige überraschende Verbindungslinien zu einem berühmten, aber in der Freud-Forschung bisher übersehenen Zeitgenossen: Oscar Wilde.


Ralf Zwiebel berichtet aus einem seit 40 Jahren geführten Traumtagebuch und diskutiert vor diesem Hintergrund die Überlegung, dass neben der »Kenntnis des Unbewussten« vor allem das emotionale Erleben unbewusster Prozesse ein zentraler Faktor des Traumlebens ist.

Ausgabe
009/2025

Zur Ambiguität der Hoffnung in Zeiten der Krise
Weiß analysiert die doppelte Bedeutung von Hoffnung: Sie kann sowohl als Ressource als auch als Belastung wirken. In Krisenzeiten wird die Ambivalenz von Hoffnung besonders deutlich.

Hoffen auf das Unverhoffte
Lemma untersucht die Bedeutung von Hoffnung in der psychotherapeutischen Praxis, insbesondere in Krisenzeiten. Sie betont die Rolle des Unvorhersehbaren und die Notwendigkeit, Raum für unerwartete Veränderungen zu schaffen.

Inhaltsverzeichnis
Ausgabe
008/2025


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Porträt von Psyche

Das aus dem Altgriechischen stammende Wort „Psyche“ wurde von den alten Griechen in einem sehr umfassend Sinn verstanden und kann übersetzt werden mit „Atem oder Hauch“. Es umschreibt dabei die ganze Person als Ort menschlichen Fühlens und Denkens. In der Medizin heute geht man von der Annahme aus, dass Körper und Geist nicht grundsätzlich voneinander abhängig sind, sich aber gegenseitig beeinflussen können. Insofern ist die Fachzeitschrift Psyche das Spiegelbild einer nicht nur auf die „Seele“ konzentrierten Wissenschaft, sie umspannt vielmehr alle Facetten des Menschseins.

Welche Inhalte bietet Psyche?

Die Fachzeitschrift bildet den aktuellen Stand der Psychoanalyse, der psychoanalytischen Forschung, Theoriebildung, Methodologie und Behandlungstechniken ab und diskutiert die unterschiedlichen Strömungen der heutigen Psychoanalyse. Darüber hinaus erscheinen zahlreiche kultur- und gesellschaftskritische Beiträge zu Kunst, Literatur, Film, Zeitgeschichte, Soziologie, Ethnologie und Frauenforschung. Jedes Heft erscheint mit einem umfangreichen Themenschwerpunkt, der Themen wie „Trauma & Gewalt – Kollektives Trauma, Krieg und Terror“, „Geschlechterbeziehungen und ihre Veränderung“ oder „Depression-Neue psychoanalytische Erkundungen einer Zeitkrankheit“ auf höchstem Niveau abhandelt.

Wer sollte Psyche lesen?

Die Zielgruppe dieser Fachzeitschrift sind Psychoanalytiker, Psychologen, Psychotherapeuten, Psychiater, Ärzte, Soziologen, Seelsorger, Juristen, Pädagogen und Sozialarbeiter, Professoren und Studenten der Humanwissenschaften im In- und Ausland.

Das Besondere an Psyche?

Diese Zeitschrift ist tatsächlich die einzige monatlich erscheinende deutschsprachige Fachzeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen. Die Vielfalt der Themenschwerpunkte macht deutlich, wie komplex das Thema behandelt werden muss und ... wie wenig wir letztendlich über uns wissen. Die Zeitschrift erscheint monatlich mit einer Druckauflage von 4.700 Exemplaren, das Doppelheft mit 7.000 Exemplaren.

  • eine Fachzeitschrift, die für alle, die sich mit „Menschenkunde“ beruflich oder privat beschäftigen, unerlässlich ist
  • aufschlussreich, äußerst kompetent und mutig
  • eine Zeitschrift, die sich mit den großen Themen des Menschseins auseinandersetzt
  • Der Verlag hinter Psyche

    Im Verlag a Klett-Cotta erscheint ein Buch- und Zeitschriftenprogramm mit breitem Themenspektrum: von Literatur und Fantasy, über allgemeines Sachbuch, Geschichte, Politik und Philosophie bis hin zu Psychotherapie, Psychoanalyse, Psychologie und Erziehung. Cotta, gegründet 1659, der maßgebliche Verlag der deutschen Klassik, steht in einer ersten Traditionslinie für große Literatur und Philosophie. Die zweite Traditionslinie geht zurück auf den Verlag, den Ernst Klett zwischen 1936 und 1976 entwickelt hat. Das Programmspektrum greift weit aus: Von der literarischen Fantasy, über Psychoanalyse, Psychologie, Pädagogik und den Humanwissenschaften bis hin zu dem literarisch-intellektuellen Erbteil zugehörigen Essay. In jüngster Zeit wurde der Traditionsmarke Klett-Cotta mit dem Imprint Tropen ein Programm an die Seite gestellt, das mit junger, urbaner und progressiver Literatur sowie radikalen, popkulturell oder politisch geprägten Sachbüchern zusätzliche Leser erreicht. In der Arbeit des Verlages hat sich diese Mischung aus Tradition und Erneuerung als konsistent und zukunftsweisend erwiesen.

    Alternativen zu Psyche

    Diese Fachzeitschrift fällt in die Kategorie der Psychologie-Magazine. Nicht ganz so wissenschaftlich präsentiert sich Psychologie heute sowie das Themenheft Psychologie Heute Compact. Interessant erscheint auch die Spektrum Psychologie.

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  • Zur Phänomenologie des Narzissmus
    Der Aufsatz entwickelt ein existenzial-phänomenologisches Konzept des Narzissmus. Im Zentrum steht ein nicht leiblich verankerter Selbstwert, der innere Leere erzeugt und zur Suche nach äußeren Ersatzquellen treibt. Diskutiert werden Mangel, Selbstwert als leibliches Verhältnis, eine neue Deutung des Ovid-Mythos, Ideal-Ich und Körperlichkeit, narzisstische Intersubjektivität, Geschlechterunterschiede sowie Narzissmus als kulturelle Form.
  • Zugänge zur ästhetischen Dimension im psychoanalytischen Prozess
    Der Beitrag verbindet Psychoanalyse und Ästhetik über Gernot Böhmes Atmosphärenbegriff: Atmosphäre als gemeinsamer, sinnlich geteilter Zustand von Subjekt und Objekt. Dieses Konzept wird auf die therapeutische Situation übertragen. Unter Einbezug von Meltzers „ästhetischem Konflikt“ sowie Arbeiten von Civitarese, Ferro und Bollas wird die ästhetische Erfahrung im Behandlungsraum anhand einer Fallvignette veranschaulicht.
  • Vom frühen Trauma zum Neubeginn
    Der Text untersucht Regression in der Psychoanalyse – von Freuds Unterscheidung zeitlicher, topischer und formaler Regression bis zu Weiterentwicklungen in der Objektbeziehungstheorie. Unterschieden werden maligne Formen, die aus Omnipotenzabwehr entstehen, Beziehungstraumata reinszenieren und Desobjektalisierung bewirken, und fruchtbare Regression, die Trauer zulässt, Symbolisierung ermöglicht und frühe Erfahrungen transformierbar macht.
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