Vom Khanat zum Zarenreich: Die russische Eroberung Sibiriens
In diesem Zeitzeichen erzählt Uli Hufen, wie eine Söldnertruppe den Startschuss für die Eroberung eines halben Kontinents gibt, weshalb Pelze für Moskau wertvoller sind als Gold und welche Folgen die Expansion für die indigenen Völker Sibiriens hat. Sibirien scheint heute untrennbar mit Russland verbunden.
Großer Brand von London: Eine Katastrophe wird nationaler Mythos
In diesem Zeitzeichen erzählt Herwig Katzer wodurch das große Feuer zusätzlich beschleunigt wird, mit welcher Entscheidung König Charles II. eine noch weitere Ausbreitung des Feuers verhindert und warum der Augenzeuge Samuel Pepys ein Stück Parmesankäse im Garten vergräbt.
„Engel sind erstaunlich wandlungsfähig“
Im Gespräch mit dem Soziologen Hubert Knoblauch geht es um die anhaltende Popularität von Engeln, ihre Bedeutung in der Religion und ihren Wandel über verschiedene kulturelle Kontexte hinweg. Thematisiert wird zudem, wie etablierte Kirchen mit dieser veränderten religiösen Praxis umgehen.
Sommer mit Kierkegaard
Angesichts von Krisen, Konflikten und einer zunehmenden gesellschaftlichen Verunsicherung beschäftigt sich der Theologe und Psychologe Stefan Seidel mit der Frage nach neuem Vertrauen. Anhand der Gedanken Søren Kierkegaards zeigt er Wege auf, mit Unsicherheit umzugehen und durch bewusste Wahrnehmung des eigenen Lebens neue Orientierung zu finden.
Verbunden im Tod
Der Feuertod indischer Frauen auf dem Scheiterhaufen des toten Mannes, das sati-Ritual, erfüllte und erfüllt die Gemüter in Europa mit Entsetzen und Staunen. Dieses Ritual ist aber zugleich ein gutes Beispiel dafür, wie im Hinduismus gegründete Traditionen in der westlichen Welt missverstanden und als Projektionsfläche für eigene Themen und Debatten instrumentalisiert wurden, erklärt die Berliner Ethnologin und Publizistin Nicole Lehmann.
Nur die Kuh ist allen heilig
Unermesslich ist die Zahl der religiösen Alltagspraktiken im Hinduismus. Viele dieser Rituale bestehen weitgehend aus kleinen Einzelhandlungen, die man vollzieht, ohne lange darüber nachzudenken. Und oft sind es Tätigkeiten, die auch als säkulare Handlungen sinnvoll sind, zum Beispiel das Bad im kühlen Wasser. Das erklärt die Marburger Religionswissenschaftlerin Adelheid Herrmann-Pfandt.
„Die Krise ist überall angekommen“
Gespräch mit der Soziologin Lisa Vollmer über Charakteristika der aktuellen Wohnungskrise, Mietendenbewegungen, soziale Ungleichheit und die sozialökologische Transformation
Wenn das Heim zur Ware wird - Zwischen Markt, Gemeinschaft und Menschenrecht
Wohnen ist mehr als ein Ort, es ist Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse. Die Stuttgarter Soziologieprofessorin Christine Hannemann zeigt, wie sich Wohnformen im Zuge von Individualisierung, Migration und Digitalisierung verändern – und warum die Frage nach bezahlbarem, gerechtem Wohnen drängender ist denn je.
Ferner naher Dichterfürst
Seine Lieder gehören zum Klang des Protestantismus und wirken doch oft aus der Zeit gefallen. Zwischen barocker Frömmigkeit, poetischer Sprachkraft und theologischer Zumutung steht Paul Gerhardt bis heute in Spannung. Was macht seine Texte anschlussfähig? Und was fordert uns, 350 Jahre nach seinem Tod, an ihnen heraus? Eine Annäherung im Paul-Gerhardt-Gedenkjahr.
pro und contra: Ist Paul Gerhardt noch zeitgemäß?
Soll Paul Gerhardt weiterhin eine große Rolle in der evangelischen Frömmigkeit spielen, oder müssen die Theologie des Barockdichters und seine Lieder kritischer gesehen werden? Die Theologen Horst Gorski (Hamburg) und Konrad Klek (Erlangen), der auch Kirchenmusiker ist, sind darüber sehr unterschiedlicher Ansicht.
Zeitzeichen mit dem Untertitel evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft, wird als Print-Ausgabe und auch online veröffentlicht. Der ehemalige Bundespräsident war lange Jahre Mitherausgeber des Magazins. Zeitzeichen beschäftigt sich intensiv mit den aktuellen Problemen und Ereignissen der Gesellschaft. Sie behandelt diese Themen aus der Sicht der evangelischen Kirche.
Die Zeitschrift beinhaltet die Ressorts Kirche, Gesellschaft, Kultur, Theologie, Politik, Religion und Meinung. Jede Ausgabe von Zeitzeichen hat einen Schwerpunkt. Diskussionen und kontroverse Themen wie Feminismus, Asyl, politische Parteien, sexuelle Gewalt in der Kirche und in der Familie, Sucht u.v.m. werden nicht gescheut. Komplizierte Inhalte werden verständlich und umfangreich präsentiert und bewertet. Die Zeitschrift hilft den Leser*innen, in einer Zeit der Informationsflut und dem Zeitalter des „Post-Truth“ sich zu orientieren, eine eigene Meinung zu bilden, und einen festen Standpunkt zu wichtigen Angelegenheiten in Deutschland und auf der Welt zu erlangen. Das Magazin traut sich auch andere Religionen ins Blickfeld zu nehmen, sie vorzustellen und zu diskutieren.
Zeitzeichen ist für Frauen und Männer, Jugendliche und Ältere geeignet, die einen hohen Anspruch an eine christliche Zeitschrift stellen und vom Tagesgeschehen auf der ganzen Welt erfahren wollen und dabei den evangelischen Aspekt mit einbeziehen möchten.
Hochwertige Fotos, Artikel, Essays, Interviews, Rezensionen aus Büchern und Musik machen das Magazin Zeitzeichen zu einer besonders interessanten Lektüre für jedes Alter.
Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik gGmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist der Verlag hinter der Zeitschrift Zeitzeichen. Sie wird gemeinsam von allen evangelischen Landeskirchen und der EKD getragen.
Zeitzeichen ist bei uns der Kategorie Religionszeitschriften zugeordnet. Ein weiteres, empfehlenswertes Kulturmagazin ist Publik Forum, eine kritische, christliche, unabhängige Zeitschrift mit Berichten über kirchliche, gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Themen, aus der Sicht des christlichen Engagements.
Vom Khanat zum Zarenreich: Die russische Eroberung Sibiriens
In diesem Zeitzeichen erzählt Uli Hufen, wie eine Söldnertruppe den Startschuss für die Eroberung eines halben Kontinents gibt, weshalb Pelze für Moskau wertvoller sind als Gold und welche Folgen die Expansion für die indigenen Völker Sibiriens hat. Sibirien scheint heute untrennbar mit Russland verbunden.
Großer Brand von London: Eine Katastrophe wird nationaler Mythos
In diesem Zeitzeichen erzählt Herwig Katzer wodurch das große Feuer zusätzlich beschleunigt wird, mit welcher Entscheidung König Charles II. eine noch weitere Ausbreitung des Feuers verhindert und warum der Augenzeuge Samuel Pepys ein Stück Parmesankäse im Garten vergräbt.
„Engel sind erstaunlich wandlungsfähig“
Im Gespräch mit dem Soziologen Hubert Knoblauch geht es um die anhaltende Popularität von Engeln, ihre Bedeutung in der Religion und ihren Wandel über verschiedene kulturelle Kontexte hinweg. Thematisiert wird zudem, wie etablierte Kirchen mit dieser veränderten religiösen Praxis umgehen.
Sommer mit Kierkegaard
Angesichts von Krisen, Konflikten und einer zunehmenden gesellschaftlichen Verunsicherung beschäftigt sich der Theologe und Psychologe Stefan Seidel mit der Frage nach neuem Vertrauen. Anhand der Gedanken Søren Kierkegaards zeigt er Wege auf, mit Unsicherheit umzugehen und durch bewusste Wahrnehmung des eigenen Lebens neue Orientierung zu finden.
Verbunden im Tod
Der Feuertod indischer Frauen auf dem Scheiterhaufen des toten Mannes, das sati-Ritual, erfüllte und erfüllt die Gemüter in Europa mit Entsetzen und Staunen. Dieses Ritual ist aber zugleich ein gutes Beispiel dafür, wie im Hinduismus gegründete Traditionen in der westlichen Welt missverstanden und als Projektionsfläche für eigene Themen und Debatten instrumentalisiert wurden, erklärt die Berliner Ethnologin und Publizistin Nicole Lehmann.
Nur die Kuh ist allen heilig
Unermesslich ist die Zahl der religiösen Alltagspraktiken im Hinduismus. Viele dieser Rituale bestehen weitgehend aus kleinen Einzelhandlungen, die man vollzieht, ohne lange darüber nachzudenken. Und oft sind es Tätigkeiten, die auch als säkulare Handlungen sinnvoll sind, zum Beispiel das Bad im kühlen Wasser. Das erklärt die Marburger Religionswissenschaftlerin Adelheid Herrmann-Pfandt.
„Die Krise ist überall angekommen“
Gespräch mit der Soziologin Lisa Vollmer über Charakteristika der aktuellen Wohnungskrise, Mietendenbewegungen, soziale Ungleichheit und die sozialökologische Transformation
Wenn das Heim zur Ware wird - Zwischen Markt, Gemeinschaft und Menschenrecht
Wohnen ist mehr als ein Ort, es ist Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse. Die Stuttgarter Soziologieprofessorin Christine Hannemann zeigt, wie sich Wohnformen im Zuge von Individualisierung, Migration und Digitalisierung verändern – und warum die Frage nach bezahlbarem, gerechtem Wohnen drängender ist denn je.
Ferner naher Dichterfürst
Seine Lieder gehören zum Klang des Protestantismus und wirken doch oft aus der Zeit gefallen. Zwischen barocker Frömmigkeit, poetischer Sprachkraft und theologischer Zumutung steht Paul Gerhardt bis heute in Spannung. Was macht seine Texte anschlussfähig? Und was fordert uns, 350 Jahre nach seinem Tod, an ihnen heraus? Eine Annäherung im Paul-Gerhardt-Gedenkjahr.
pro und contra: Ist Paul Gerhardt noch zeitgemäß?
Soll Paul Gerhardt weiterhin eine große Rolle in der evangelischen Frömmigkeit spielen, oder müssen die Theologie des Barockdichters und seine Lieder kritischer gesehen werden? Die Theologen Horst Gorski (Hamburg) und Konrad Klek (Erlangen), der auch Kirchenmusiker ist, sind darüber sehr unterschiedlicher Ansicht.
Zeitzeichen mit dem Untertitel evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft, wird als Print-Ausgabe und auch online veröffentlicht. Der ehemalige Bundespräsident war lange Jahre Mitherausgeber des Magazins. Zeitzeichen beschäftigt sich intensiv mit den aktuellen Problemen und Ereignissen der Gesellschaft. Sie behandelt diese Themen aus der Sicht der evangelischen Kirche.
Die Zeitschrift beinhaltet die Ressorts Kirche, Gesellschaft, Kultur, Theologie, Politik, Religion und Meinung. Jede Ausgabe von Zeitzeichen hat einen Schwerpunkt. Diskussionen und kontroverse Themen wie Feminismus, Asyl, politische Parteien, sexuelle Gewalt in der Kirche und in der Familie, Sucht u.v.m. werden nicht gescheut. Komplizierte Inhalte werden verständlich und umfangreich präsentiert und bewertet. Die Zeitschrift hilft den Leser*innen, in einer Zeit der Informationsflut und dem Zeitalter des „Post-Truth“ sich zu orientieren, eine eigene Meinung zu bilden, und einen festen Standpunkt zu wichtigen Angelegenheiten in Deutschland und auf der Welt zu erlangen. Das Magazin traut sich auch andere Religionen ins Blickfeld zu nehmen, sie vorzustellen und zu diskutieren.
Zeitzeichen ist für Frauen und Männer, Jugendliche und Ältere geeignet, die einen hohen Anspruch an eine christliche Zeitschrift stellen und vom Tagesgeschehen auf der ganzen Welt erfahren wollen und dabei den evangelischen Aspekt mit einbeziehen möchten.
Hochwertige Fotos, Artikel, Essays, Interviews, Rezensionen aus Büchern und Musik machen das Magazin Zeitzeichen zu einer besonders interessanten Lektüre für jedes Alter.
Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik gGmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist der Verlag hinter der Zeitschrift Zeitzeichen. Sie wird gemeinsam von allen evangelischen Landeskirchen und der EKD getragen.
Zeitzeichen ist bei uns der Kategorie Religionszeitschriften zugeordnet. Ein weiteres, empfehlenswertes Kulturmagazin ist Publik Forum, eine kritische, christliche, unabhängige Zeitschrift mit Berichten über kirchliche, gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Themen, aus der Sicht des christlichen Engagements.