Kampfplatz Berlin: Die dämonisierte Linkskoalition als Türöffner für die AfD
Issa Remmo und PFLP-Vertreter Ibrahim Ibrahim feiern den Neuköllner Wahlsieg der Linken an der Seite von Ferat Koçak und Vanessa Emde. Die demonstrative Nähe zu Figuren organisierter Kriminalität und israelfeindlichen Milieus belastet eine mögliche Linkskoalition früh und bringt die Sondierungen zeitweise an den Rand des Scheiterns. Kommentar von Albrecht von Lucke
Hoffnung auf die Frauen - Für eine Kultur der weiblichen Differenz
Rechtsextreme Parteien machen »Gender« zum Kampffeld und propagieren eine natürliche Geschlechterordnung mit festen Rollen, Heteronormativität und leiblicher Fortpflanzung. Während Männer erneut politische Spitzenämter dominieren, wachsen geschlechtsspezifisch auseinanderdriftende Präferenzen. Frauen und Feminist:innen prägen Demokratiebewegungen und stellen die Frage, ob weibliche Differenz politisch produktiv werden kann.
Endzeit als faschistisches Programm
Der weltweite Aufstieg der extremen Rechten erinnert viele an den historischen Faschismus. Aber trotz vieler Parallelen handelt es sich um eine grundlegend neue politische Bewegung, einen Endzeitfaschismus. Von Naomi Klein und Astra Taylor
Führungsfetisch statt Bürgernähe
Der rasende Autoritäts- und Machtverlust, den die Union und der Bundeskanzler binnen nicht einmal zwei Jahren an der Regierung erlitten haben, erklärt sich nicht zuletzt durch Friedrich Merz’ Führungsstil. Merz setzt ganz auf cäsaristische Anweisung von oben. Von Markus Linden
25 Jahre Nine Eleven: Vom Antiterrorkrieg zur neuen imperialen Sicherheitskultur
Fast 3000 Tote am 11. September 2001, dann »War on Terror«: Zwei Jahrzehnte später haben sich dschihadistische Gruppen ausgebreitet, während »Enthauptungsschläge«, Drohnenkrieg und Rechtsverstöße unter Trump, Hegseth und Vance eskalieren – vom Chamenei-Attentat bis zur Karibik. Kaldor spricht von einer »Autoritären Internationale«. Gefordert wird Rückkehr zum Völkerrecht statt Straflosigkeit und Eskalation.
BND und BfV: Eine notwendige Reform – aber ohne Maß
Am 12. August hat das Bundeskabinett eine grundlegende Reform der deutschen Nachrichtendienste beschlossen. Angesichts wachsender Bedrohungen – Extremist:innen, sprengstoffbeladene Drohnen, digitale Angriffe, russische Aggression – brauchen die Dienste dringend ein modernes, verfassungskonformes Grundgerüst, das dem Bundesnachrichtendienst angemessene Befugnisse und internationale Augenhöhe verschafft. Von Konstantin von Notz
Angriff auf den Frauenschutz
Nicole Opitz nimmt das 15-jährige Bestehen der Istanbul-Konvention zum Anlass, die Fortschritte und Defizite beim Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt zu bewerten. Die Betrachtung richtet den Fokus auf die Umsetzung der Konvention, Prävention und notwendige strukturelle Verbesserungen.
Lehrjahre der Unmenschlichkeit
Robert Misik beschreibt Faschismus als einen sozialen Prozess der Verrohung, bei dem gesellschaftliche Normen schrittweise verschoben und Formen der Entmenschlichung begünstigt werden. Dabei werden Mechanismen untersucht, durch die autoritäre Ideologien entstehen, gesellschaftliche Akzeptanz gewinnen und demokratische Strukturen gefährden.
AfD-Labor Sachsen-Anhalt
Kurz vor der Wahl dominiert in Sachsen-Anhalt die AfD die Marktplätze und führt in den Umfragen. Mit einem Sieg würde in Magdeburg eine Regierung unter Führung der Rechtsradikalen möglich, was die Demokratie über das Bundesland hinaus schädigen würde. Von Jan Niklas Reiche
Christliche Kultur im wehrhaften Staat
Der neue Staatsminister für Kultur hat durch manches für Aufsehen gesorgt. Wer sich mit seinen essayistischen Elaboraten beschäftigt, stellt fest, worum es Wolfram Weimer im Kern geht: um deutsche Kunst im Dienste eines dezidiert antiliberalen Christentums. Von Thomas Assheuer
Kampfplatz Berlin: Die dämonisierte Linkskoalition als Türöffner für die AfD
Issa Remmo und PFLP-Vertreter Ibrahim Ibrahim feiern den Neuköllner Wahlsieg der Linken an der Seite von Ferat Koçak und Vanessa Emde. Die demonstrative Nähe zu Figuren organisierter Kriminalität und israelfeindlichen Milieus belastet eine mögliche Linkskoalition früh und bringt die Sondierungen zeitweise an den Rand des Scheiterns. Kommentar von Albrecht von Lucke
Hoffnung auf die Frauen - Für eine Kultur der weiblichen Differenz
Rechtsextreme Parteien machen »Gender« zum Kampffeld und propagieren eine natürliche Geschlechterordnung mit festen Rollen, Heteronormativität und leiblicher Fortpflanzung. Während Männer erneut politische Spitzenämter dominieren, wachsen geschlechtsspezifisch auseinanderdriftende Präferenzen. Frauen und Feminist:innen prägen Demokratiebewegungen und stellen die Frage, ob weibliche Differenz politisch produktiv werden kann.
Endzeit als faschistisches Programm
Der weltweite Aufstieg der extremen Rechten erinnert viele an den historischen Faschismus. Aber trotz vieler Parallelen handelt es sich um eine grundlegend neue politische Bewegung, einen Endzeitfaschismus. Von Naomi Klein und Astra Taylor
Führungsfetisch statt Bürgernähe
Der rasende Autoritäts- und Machtverlust, den die Union und der Bundeskanzler binnen nicht einmal zwei Jahren an der Regierung erlitten haben, erklärt sich nicht zuletzt durch Friedrich Merz’ Führungsstil. Merz setzt ganz auf cäsaristische Anweisung von oben. Von Markus Linden
25 Jahre Nine Eleven: Vom Antiterrorkrieg zur neuen imperialen Sicherheitskultur
Fast 3000 Tote am 11. September 2001, dann »War on Terror«: Zwei Jahrzehnte später haben sich dschihadistische Gruppen ausgebreitet, während »Enthauptungsschläge«, Drohnenkrieg und Rechtsverstöße unter Trump, Hegseth und Vance eskalieren – vom Chamenei-Attentat bis zur Karibik. Kaldor spricht von einer »Autoritären Internationale«. Gefordert wird Rückkehr zum Völkerrecht statt Straflosigkeit und Eskalation.
BND und BfV: Eine notwendige Reform – aber ohne Maß
Am 12. August hat das Bundeskabinett eine grundlegende Reform der deutschen Nachrichtendienste beschlossen. Angesichts wachsender Bedrohungen – Extremist:innen, sprengstoffbeladene Drohnen, digitale Angriffe, russische Aggression – brauchen die Dienste dringend ein modernes, verfassungskonformes Grundgerüst, das dem Bundesnachrichtendienst angemessene Befugnisse und internationale Augenhöhe verschafft. Von Konstantin von Notz
Angriff auf den Frauenschutz
Nicole Opitz nimmt das 15-jährige Bestehen der Istanbul-Konvention zum Anlass, die Fortschritte und Defizite beim Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt zu bewerten. Die Betrachtung richtet den Fokus auf die Umsetzung der Konvention, Prävention und notwendige strukturelle Verbesserungen.
Lehrjahre der Unmenschlichkeit
Robert Misik beschreibt Faschismus als einen sozialen Prozess der Verrohung, bei dem gesellschaftliche Normen schrittweise verschoben und Formen der Entmenschlichung begünstigt werden. Dabei werden Mechanismen untersucht, durch die autoritäre Ideologien entstehen, gesellschaftliche Akzeptanz gewinnen und demokratische Strukturen gefährden.
AfD-Labor Sachsen-Anhalt
Kurz vor der Wahl dominiert in Sachsen-Anhalt die AfD die Marktplätze und führt in den Umfragen. Mit einem Sieg würde in Magdeburg eine Regierung unter Führung der Rechtsradikalen möglich, was die Demokratie über das Bundesland hinaus schädigen würde. Von Jan Niklas Reiche
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Der neue Staatsminister für Kultur hat durch manches für Aufsehen gesorgt. Wer sich mit seinen essayistischen Elaboraten beschäftigt, stellt fest, worum es Wolfram Weimer im Kern geht: um deutsche Kunst im Dienste eines dezidiert antiliberalen Christentums. Von Thomas Assheuer