Für Vielfalt Abo

Ausgabe 352/2026
Aktuelle Ausgabe

Wenn Ernährung zur Bedrohung wird
Den Rohingya wurde über Jahrzehnte mit Entrechtung, Vertreibung und Gewalt die Selbstversorgung genommen. Staatenlos, von Feldern, Märkten und Arbeit ausgeschlossen, leben sie in Rakhine und den Lagern Kutupalongs unter erzwungener Aushungerung. Das Verfahren Gambias vor dem Internationalen Gerichtshof könnte erstmals klären, ob der systematische Entzug von Nahrung als Methode des Völkermords zu werten ist.

Ernährung: Lebensgrundlage, Kulturgut und Kriegswaffe
Das Agrifood-System versorgt rechnerisch zehn bis zwölf Milliarden Menschen, doch Tierfütterung, Industrie und Verschwendung entziehen der Welt Nahrung. Krieg, Vertreibung, gekürzte Hilfe und El Niño verschärfen den Hunger. Zugleich drohen Übergewicht für sechs von zehn Erwachsenen und ein beispielloser Verlust an Artenvielfalt: Kein anderer Sektor schädigt sie stärker als unsere Ernährung. Unser Schwerpunktthema in dieser Ausgabe.

Ausgabe 351/2026

Europas ausgelagerte Grenze
Die EU rüstet ihre Außengrenzen auf und lagert Asylverantwortung an autoritäre Partner in Nordafrika aus. Gelder, Ausrüstung und Kooperationen mit tunesischen, libyschen und anderen Sicherheitsapparaten halten Schutzsuchende fern – trotz dokumentierter Gewalt, Folter und Todesgefahr. Sinkende Ankunftszahlen verschleiern: Fluchtrouten verlagern sich, die Zahl der Opfer steigt. Den Preis zahlen Geflüchtete mit ihrem Leben. Von Laura Mahler

"Nobody is illegal on stolen land"
Für Henry Red Cloud, Oglala Lakota aus Pine Ridge, ist Clean Energy ein Schlüssel zu Selbstverwaltung und Souveränität. Mit Solaranlagen, Schulungen, Niedrigenergiehäusern, Gärten und Bisonzucht stärkt sein Renewable Energy Center die Unabhängigkeit verarmter Reservate. Ein Bündnis von 19 indigenen Nationen will bis 2029 Solarenergie ausbauen. Von Yvonne Gangert.

Ausgabe 350/2026

Klimawandel und Kolonialismus
Der Klimawandel ist ein globales Problem, dessen Ursachen und Folgen ungleich verteilt sind. Neben Industrialisierung und Konsum spielen auch historische Faktoren wie Kolonialismus, Rassismus und globaler Kapitalismus eine zentrale, oft unterschätzte Rolle.

Die Wissenschaft war nie klarer, doch die konzertierte globale Aktion bleibt das entscheidende Versäumnis.
Im Interview mit Walter Leal kommt zum Ausdruck, dass Kriege den Klimawandel von der globalen Agenda verdrängen. Besonders betroffen sind benachteiligte Gruppen im Globalen Süden. Betont werden die ungleiche Verantwortung, zunehmende Ungleichheit und die Illusion, dass sich der Globale Norden vor Klimafolgen schützen kann.

Ausgabe 349/2025

Sicherheit...und ihre vielen Gesichter!
Diese „Für Vielfalt“-Ausgabe gibt einen Einblick darüber, wie bedroht Sicherheit und Menschenrechte weltweit sind. Am Beispiel des mexikanischen Cherán und gefährdeter Menschenrechtler*innen werden persönliche Geschichten und Zahlen präsentiert. Sie brechen ihr Schweigen und riskieren damit ihr Leben. Dokumentarfilmer Peter Steudtner betont außerdem, dass wir in Zeiten zunehmenden Gegenwinds solidarisch mehr aufeinander achten müssen.

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Porträt von Für Vielfalt

Für Vielfalt im Abo: Das Magazin über bedrohte Völker

Für Vielfalt (ehemals Pogrom) berichtet regelmäßig und aktuell über verfolgte ethnische und religiöse Minderheiten, Nationalitäten und Ureinwohnervölker in aller Welt. Im deutschen Sprachraum gibt es kein vergleichbares Medium. Seit 1970 wird die Zeitschrift von der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) herausgegeben. Das Magazin gibt den Opfern von Menschenrechtsverletzungen eine Stimme und nennt die Täter beim Namen. Um Lösungen für Konflikte aufzuzeigen, scheuen es sich nicht vor unbequemen Forderungen.

Das Abonnement Für Vielfalt für politisch Interessierte

Das Magazin für alle politisch wachen Menschen, die sich für die Bewahrung kultureller Vielfalt einsetzen: Für Menschenrechtler und Entwicklungshelfer, für Journalisten, Lehrer und Rechtsanwälte von Flüchtlingen.

Die Abo Angebote für Für Vielfalt nach Ihrer Wahl

Sie finden für Für Vielfalt das Jahresabo ohne Mindestbezugszeitraum und ein automatisch endendes Jahres-Geschenkabo, um dessen Kündigung Sie sich also nicht mehr kümmern müssen. Fehlt Ihnen ein Angebot für einen kürzeren oder anderen Zeitraum, so sagen Sie es uns gern. Auch beim Rechnungszeitraum können wir Ihnen entgegenkommen.
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Wenn Ernährung zur Bedrohung wird
Den Rohingya wurde über Jahrzehnte mit Entrechtung, Vertreibung und Gewalt die Selbstversorgung genommen. Staatenlos, von Feldern, Märkten und Arbeit ausgeschlossen, leben sie in Rakhine und den Lagern Kutupalongs unter erzwungener Aushungerung. Das Verfahren Gambias vor dem Internationalen Gerichtshof könnte erstmals klären, ob der systematische Entzug von Nahrung als Methode des Völkermords zu werten ist.

Ernährung: Lebensgrundlage, Kulturgut und Kriegswaffe
Das Agrifood-System versorgt rechnerisch zehn bis zwölf Milliarden Menschen, doch Tierfütterung, Industrie und Verschwendung entziehen der Welt Nahrung. Krieg, Vertreibung, gekürzte Hilfe und El Niño verschärfen den Hunger. Zugleich drohen Übergewicht für sechs von zehn Erwachsenen und ein beispielloser Verlust an Artenvielfalt: Kein anderer Sektor schädigt sie stärker als unsere Ernährung. Unser Schwerpunktthema in dieser Ausgabe.

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351/2026

Europas ausgelagerte Grenze
Die EU rüstet ihre Außengrenzen auf und lagert Asylverantwortung an autoritäre Partner in Nordafrika aus. Gelder, Ausrüstung und Kooperationen mit tunesischen, libyschen und anderen Sicherheitsapparaten halten Schutzsuchende fern – trotz dokumentierter Gewalt, Folter und Todesgefahr. Sinkende Ankunftszahlen verschleiern: Fluchtrouten verlagern sich, die Zahl der Opfer steigt. Den Preis zahlen Geflüchtete mit ihrem Leben. Von Laura Mahler

"Nobody is illegal on stolen land"
Für Henry Red Cloud, Oglala Lakota aus Pine Ridge, ist Clean Energy ein Schlüssel zu Selbstverwaltung und Souveränität. Mit Solaranlagen, Schulungen, Niedrigenergiehäusern, Gärten und Bisonzucht stärkt sein Renewable Energy Center die Unabhängigkeit verarmter Reservate. Ein Bündnis von 19 indigenen Nationen will bis 2029 Solarenergie ausbauen. Von Yvonne Gangert.

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350/2026

Klimawandel und Kolonialismus
Der Klimawandel ist ein globales Problem, dessen Ursachen und Folgen ungleich verteilt sind. Neben Industrialisierung und Konsum spielen auch historische Faktoren wie Kolonialismus, Rassismus und globaler Kapitalismus eine zentrale, oft unterschätzte Rolle.

Die Wissenschaft war nie klarer, doch die konzertierte globale Aktion bleibt das entscheidende Versäumnis.
Im Interview mit Walter Leal kommt zum Ausdruck, dass Kriege den Klimawandel von der globalen Agenda verdrängen. Besonders betroffen sind benachteiligte Gruppen im Globalen Süden. Betont werden die ungleiche Verantwortung, zunehmende Ungleichheit und die Illusion, dass sich der Globale Norden vor Klimafolgen schützen kann.

Ausgabe
349/2025

Sicherheit...und ihre vielen Gesichter!
Diese „Für Vielfalt“-Ausgabe gibt einen Einblick darüber, wie bedroht Sicherheit und Menschenrechte weltweit sind. Am Beispiel des mexikanischen Cherán und gefährdeter Menschenrechtler*innen werden persönliche Geschichten und Zahlen präsentiert. Sie brechen ihr Schweigen und riskieren damit ihr Leben. Dokumentarfilmer Peter Steudtner betont außerdem, dass wir in Zeiten zunehmenden Gegenwinds solidarisch mehr aufeinander achten müssen.

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Für Vielfalt im Abo: Das Magazin über bedrohte Völker

Für Vielfalt (ehemals Pogrom) berichtet regelmäßig und aktuell über verfolgte ethnische und religiöse Minderheiten, Nationalitäten und Ureinwohnervölker in aller Welt. Im deutschen Sprachraum gibt es kein vergleichbares Medium. Seit 1970 wird die Zeitschrift von der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) herausgegeben. Das Magazin gibt den Opfern von Menschenrechtsverletzungen eine Stimme und nennt die Täter beim Namen. Um Lösungen für Konflikte aufzuzeigen, scheuen es sich nicht vor unbequemen Forderungen.

Das Abonnement Für Vielfalt für politisch Interessierte

Das Magazin für alle politisch wachen Menschen, die sich für die Bewahrung kultureller Vielfalt einsetzen: Für Menschenrechtler und Entwicklungshelfer, für Journalisten, Lehrer und Rechtsanwälte von Flüchtlingen.

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In der aktuellen Ausgabe von Für Vielfalt

  • Wenn Ernährung zur Bedrohung wird
    Den Rohingya wurde über Jahrzehnte mit Entrechtung, Vertreibung und Gewalt die Selbstversorgung genommen. Staatenlos, von Feldern, Märkten und Arbeit ausgeschlossen, leben sie in Rakhine und den Lagern Kutupalongs unter erzwungener Aushungerung. Das Verfahren Gambias vor dem Internationalen Gerichtshof könnte erstmals klären, ob der systematische Entzug von Nahrung als Methode des Völkermords zu werten ist.
  • Ernährung: Lebensgrundlage, Kulturgut und Kriegswaffe
    Das Agrifood-System versorgt rechnerisch zehn bis zwölf Milliarden Menschen, doch Tierfütterung, Industrie und Verschwendung entziehen der Welt Nahrung. Krieg, Vertreibung, gekürzte Hilfe und El Niño verschärfen den Hunger. Zugleich drohen Übergewicht für sechs von zehn Erwachsenen und ein beispielloser Verlust an Artenvielfalt: Kein anderer Sektor schädigt sie stärker als unsere Ernährung. Unser Schwerpunktthema in dieser Ausgabe.
  • Wer sich wehrt, lebt gefährlich
    Zwischen 2012 und 2022 wurden weltweit über 1.900 Menschen umgebracht, die sich für Land- und Menschenrechte eingesetzt hatten. Beides lässt sich kaum voneinander trennen und betroffen sind vor allem Mitglieder von indigenen Gemeinschaften. „Unser Ernährungssystem ist komplett zerbombt“, fasst die viel gereiste Köchin Antje de Vries es im Interview pointiert zusammen.
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