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Ausgabe 020/2026
Aktuelle Ausgabe

Wieso das „Correctiv“-Drama kein Ende nimmt
Das Landgericht Berlin II ordnete die Löschung bestimmter Formulierungen im Correctiv-Artikel an, während das Landgericht Hamburg zuvor andere Passagen für zulässig erklärt hatte. Die Zivilprozessordnung erlaubt bei im Internet abrufbaren Veröffentlichungen einen ‚fliegenden Gerichtsstand‘, sodass Betroffene in verschiedenen Gerichtsbezirken Klagen einreichen können. Felix W. Zimmermann kritisiert, dass dieses System Medien benachteiligt und regt eine Konzentration zuständiger Gerichte oder eine bundesweite Zuteilung nach Eingangsreihenfolge an. Der Bundesgerichtshof könnte bei anhaltend widersprüchlicher Rechtsprechung letztlich eine einheitliche Grundsatzentscheidung treffen, doch bis dahin laufen für Correctiv zahlreiche parallele Verfahren mit hohem Kostenrisiko.

So wollen Brüssel und Berlin die Sicherheitslücke schließen
Donald Trump kündigte überraschend einen Teilabzug von US-Soldaten aus Deutschland und die Nicht-Stationierung von Tomahawk-Raketen an, was in Europa Besorgnis auslöste. Die früher vereinbarte vorübergehende Stationierung konventioneller Präzisionswaffen zur Abschreckung Russlands geriet dadurch in Frage. Berlin und Brüssel arbeiten an Lösungen wie verstärkter Eigenproduktion, Joint Ventures mit US-Firmen und möglichen Käufen aus Drittstaaten, um die Abschreckungsfähigkeit zu erhalten. Diplomaten und Militärs erwägen außerdem stärkere europäische Führungsstrukturen und Koalitionen der Willigen zur konventionellen Verteidigung.

In der aktuellen Ausgabe von Die Welt (Mo-Fr)

Ausgabe 019/2026

„Roboter bluten nicht“: Wo die Ukraine jetzt neue Maßstäbe setzt
Die Ukraine hat seit 2022 eine rasche Militär- und Rüstungsentwicklung durchlaufen und ist in mehreren Bereichen technologisch führend geworden. Ukrainische Unternehmen stellen inzwischen viele Drohnen und andere unbemannte Systeme in großer Stückzahl her. Das Land exportiert Technologie und kooperiert mit Staaten vom Golf bis Europa bei Luftabwehr und Produktion. Militärische Akteure in Europa ziehen zunehmend Lehren aus ukrainischer Praxis, insbesondere im Drohnen- und Robotereinsatz.

Fünf Schritte, damit Integration gelingt
Marc Helbling und andere Forschende betonen, dass Sprachkenntnisse die zentrale Voraussetzung für Integration sind. Integrationsvereinbarungen und verbindliche Ziele könnten Zugewanderten klare Rechte und Pflichten geben. Frühzeitige Förderung von Kindern in Kitas und Schulen wird als entscheidend für Bildungserfolg und spätere Arbeitsmarktintegration genannt. Frauen und spezifische Förderprogramme sollen stärker in Integrationsstrategien einbezogen werden, um geschlechtsspezifische Defizite zu vermeiden.

In Ausgabe 019/2026 von Die Welt (Mo-Fr)

Ausgabe 018/2026

Bodybuilder gegen den lauchkörperartigen Wissenschaftler
Der Autor verbringt Stunden in Warteschlangen auf der Fibo in Köln und schildert eine Atmosphäre, in der Branding, Influencer und Community die Messe dominieren. Marken wie ESN und More prägen das Bild der Messe und ziehen teils fanatische Anhänger an, die das Event als Community‑Treffen verstehen. Die Fitnesskultur hat sich zur Mainstream‑Subkultur entwickelt, in der Körperoptimierung Sichtbarkeit, Status und Erzählung ersetzt. Der Autor sieht im Hype trotz Kommerzialisierung einen konstruktiven Kern: das Streben nach Selbstverbesserung.

Falsch abgebogen, teuer betreut, nicht gerettet
Ein gestrandeter Buckelwal an der Ostseeküste dient als Parabel für die deutsche Energiewende und ihre Problemen aus Fehlsteuerung, bürokratischen Rettungsversuchen und symbolpolitischen Maßnahmen. Aktivistische Inszenierungen und kurzfristige Korrekturwerkzeuge hätten den Wal nicht nachhaltig gerettet, so der Vergleich. Die Bundesregierung reagierte mit Förderinstrumenten und Marktinterventionen, die laut Kritikern die Grundarchitektur des Energiesystems nicht korrigierten. Der Bundesrechnungshof warnt vor steigenden Kosten und Risiken für die Versorgungssicherheit.

Ausgabe 017/2026

„Eine bestenfalls schlampige Recherche“
Jan Böhmermann hatte in der Sendung den damaligen BSI-Präsidenten Arne Schönbohm scharf kritisiert und Nähe zu russischen Geheimdiensten suggeriert. Das Landgericht München untersagte wesentliche Aussagen der Sendung und bewertete Teile der Darstellung als unwahr und rufschädigend. Der Senat des OLG München deutete an, dass die Berufung des ZDF wenig Aussicht auf Erfolg habe, und schlug eine öffentliche Klarstellung durch den Sender vor. Die Entscheidung markiert eine juristische Abgrenzung zwischen zulässiger Satire und unzulässigen Tatsachenbehauptungen mit gravierenden persönlichen Folgen für Betroffene.

Israel und die Türkei liefern sich einen gefährlichen Wettbewerb
Die Türkei und Israel verfolgen unterschiedliche Strategien im Umgang mit der Nahostkrise und sehen einander zunehmend als Rivalen. Die türkische Führung befürchtet, dass ein gestürztes Iran-Regime ein Machtvakuum schafft, das kurdische Autonomiebewegungen stärkt und Flüchtlingsströme auslöst. Die israelische Regierung hingegen zieht eine Schwächung oder Destabilisierung des Iran in Betracht, um ihre Sicherheitsbedenken zu mindern. Diese divergierenden Interessen vergrößern das Risiko langfristiger regionaler Konfrontationen und erschweren diplomatische Entspannung.

In Ausgabe 017/2026 von Die Welt (Mo-Fr)

Ausgabe 016/2026

Pendlerpauschale: Vorschlag zur Erhöhung
Der Beitrag behandelt die Debatte um eine mögliche Erhöhung der Pendlerpauschale von 38 auf 45 Cent pro Kilometer und nennt politische Positionen, Rechengrößen und praktische Folgen. Er erklärt, dass viele Pendler erst über die Steuererklärung oder per Antrag auf Lohnsteuerermäßigung kurzfristig entlastet werden könnten, und erläutert die Voraussetzungen (Werbungskosten über 1.830 Euro). Anhand von Rechenbeispielen wird gezeigt, wie viel weniger Steuer unterschiedliche Einkommensgruppen und Pendelstrecken tatsächlich zahlen würden. Gleichzeitig analysiert der Text die Haushaltswirkung: jede Cent-Erhöhung kostet den Staat viel Geld, bei sieben Cent wären es etwa 1,6 Milliarden Euro pro Jahr. Abschließend wird beschrieben, wie eine mögliche Finanzierung (etwa über eine Übergewinnsteuer) diskutiert wird und dass innerhalb der Regierung noch keine Einigung besteht.

Lieblingsaktien der Deutschen: Tech, Verteidigung und Turnarounds
Die Auswertung von Handelsdaten deutscher Broker zeigt klare Präferenzen privater Anleger: Technologie- und KI-Werte, industrielle Substanzwerte und Rüstungstitel dominieren. Nvidia bleibt beliebt, Microsoft verzeichnet starke Zuwächse im Ranking, während SAP unter Druck ist – Analysten sehen bei beiden Erholungs- und Kurschancen. Rheinmetall bleibt als Verteidigungstitel stark nachgefragt, was die geopolitische Zeitenwende widerspiegelt; auch kleinere Werte wie Droneshield finden Interesse. Insgesamt teilen Anleger ihre Depots etwa zur Hälfte in heimische und ausländische Titel; die Motive reichen von Wachstumsfantasie bis zu Turnaround-Hoffnungen.

In Ausgabe 016/2026 von Die Welt (Mo-Fr)

Ausgabe 014/2026


Ausgabe 013/2026


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Porträt von Die Welt (Mo-Fr)

DIE WELT ist eine der bekanntesten deutschen überregionalen Tageszeitungen und bietet dem Leser wochentäglich umfassende Artikel über aktuelle Themen und Nachrichten aus der ganzen Welt. Von Artikeln über globales politisches Geschehen bis hin zu Inhalten wie Ausbildung oder Rente in Deutschland reicht das vielfältige Themenspektrum.

Welche Inhalte bietet DIE WELT?

Die Zeitung DIE WELT ist eine moderne Tageszeitung mit großen, sorgfältig recherchierten Themen und ausführlichen Kommentaren. Das renommierte Blatt ist in die Ressorts Politik, Wirtschaft, Finanzen und Feuilleton unterteilt und bietet seinen Leser*innen klar strukturierte Nachrichten, Analysen und Einschätzungen. DIE WELT ist eine der führenden Zeitungen Europas und wird dennoch als bodenständig und geradlinig beschrieben. Tagesaktuell relevante Nachrichten aus der ganzen Welt, ihre Verlässlichkeit und die Vielfältigkeit der Themen sind weitere Gründe für die Beliebtheit dieser klassischen Tageszeitung.

Wer sollte DIE WELT lesen?

Die Zeitung ist besonders interessant für alle Menschen, die täglich über aktuelle Entwicklungen in Politik und Wirtschaft in Europa informiert sein möchten.

Das Besondere an der DIE WELT

Die DIE WELT ist eine bürgerlich-konservative Tageszeitung, die wirtschaftspolitisch als „deutlich marktliberal eingestellt“ gesehen wird. Als eine der führenden Zeitungen Europas wird das im Jahr 1946 gegründete Blatt inzwischen in 130 Ländern verkauft und erscheint im Nordischen Format.

  • erscheint seit April 1946
  • 255 Ausgaben pro Jahr, täglich Montag – Freitag
  • eine der führenden Zeitungen Europas

Der Verlag hinter der DIE WELT

Die Zeitung DIE WELT erscheint im Axel Springer Verlag, einem von Europas größten Verlagen mit Sitz in Berlin und Hamburg. Das einst klassische Verlagshaus Axel Springer ist im Laufe der Zeit zu einem weltweit erfolgreichen Medienkonzern geworden. In der britischen Besatzungszone in Hamburg gegründet, erschien DIE WELT erstmals am 2. April 1946 und wurde 1953 vom Verleger Axel Springer übernommen. Das bekannteste Printobjekt von Axel Springer ist neben DIE WELT und WELT am Sonntag vor allem die Familie der Zeitschriften rund um die BILD, der auflagenstärksten Tageszeitung in Deutschland. Sie möchten mehr aus der aufregenden Welt des Medienkonzerns erfahren? Viel Wissenswertes zum Verlag und zu seinen bei uns erhältlichen Magazinen finden Sie in unserem Blog zu den großen Verlagen unter Axel Springer Verlag.

Alternativen zur DIE WELT

DIE WELT ist bei uns der Kategorie Zeitungen zugeordnet. Eine weitere, empfehlenswerte Politik-Zeitung ist DIE ZEIT, welche über Themen aus Politik und Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft, Technik und Medizin, Gesellschaft und Bildung, Reisen, Lifestyle und Sport berichtet. Die International New York Times ist eine englischsprachige Tageszeitung für Europa, die unter anderem über Politik und Wirtschaft aus Europa und den USA berichtet.

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So wollen Brüssel und Berlin die Sicherheitslücke schließen
Donald Trump kündigte überraschend einen Teilabzug von US-Soldaten aus Deutschland und die Nicht-Stationierung von Tomahawk-Raketen an, was in Europa Besorgnis auslöste. Die früher vereinbarte vorübergehende Stationierung konventioneller Präzisionswaffen zur Abschreckung Russlands geriet dadurch in Frage. Berlin und Brüssel arbeiten an Lösungen wie verstärkter Eigenproduktion, Joint Ventures mit US-Firmen und möglichen Käufen aus Drittstaaten, um die Abschreckungsfähigkeit zu erhalten. Diplomaten und Militärs erwägen außerdem stärkere europäische Führungsstrukturen und Koalitionen der Willigen zur konventionellen Verteidigung.

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„Roboter bluten nicht“: Wo die Ukraine jetzt neue Maßstäbe setzt
Die Ukraine hat seit 2022 eine rasche Militär- und Rüstungsentwicklung durchlaufen und ist in mehreren Bereichen technologisch führend geworden. Ukrainische Unternehmen stellen inzwischen viele Drohnen und andere unbemannte Systeme in großer Stückzahl her. Das Land exportiert Technologie und kooperiert mit Staaten vom Golf bis Europa bei Luftabwehr und Produktion. Militärische Akteure in Europa ziehen zunehmend Lehren aus ukrainischer Praxis, insbesondere im Drohnen- und Robotereinsatz.

Fünf Schritte, damit Integration gelingt
Marc Helbling und andere Forschende betonen, dass Sprachkenntnisse die zentrale Voraussetzung für Integration sind. Integrationsvereinbarungen und verbindliche Ziele könnten Zugewanderten klare Rechte und Pflichten geben. Frühzeitige Förderung von Kindern in Kitas und Schulen wird als entscheidend für Bildungserfolg und spätere Arbeitsmarktintegration genannt. Frauen und spezifische Förderprogramme sollen stärker in Integrationsstrategien einbezogen werden, um geschlechtsspezifische Defizite zu vermeiden.

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Bodybuilder gegen den lauchkörperartigen Wissenschaftler
Der Autor verbringt Stunden in Warteschlangen auf der Fibo in Köln und schildert eine Atmosphäre, in der Branding, Influencer und Community die Messe dominieren. Marken wie ESN und More prägen das Bild der Messe und ziehen teils fanatische Anhänger an, die das Event als Community‑Treffen verstehen. Die Fitnesskultur hat sich zur Mainstream‑Subkultur entwickelt, in der Körperoptimierung Sichtbarkeit, Status und Erzählung ersetzt. Der Autor sieht im Hype trotz Kommerzialisierung einen konstruktiven Kern: das Streben nach Selbstverbesserung.

Falsch abgebogen, teuer betreut, nicht gerettet
Ein gestrandeter Buckelwal an der Ostseeküste dient als Parabel für die deutsche Energiewende und ihre Problemen aus Fehlsteuerung, bürokratischen Rettungsversuchen und symbolpolitischen Maßnahmen. Aktivistische Inszenierungen und kurzfristige Korrekturwerkzeuge hätten den Wal nicht nachhaltig gerettet, so der Vergleich. Die Bundesregierung reagierte mit Förderinstrumenten und Marktinterventionen, die laut Kritikern die Grundarchitektur des Energiesystems nicht korrigierten. Der Bundesrechnungshof warnt vor steigenden Kosten und Risiken für die Versorgungssicherheit.

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„Eine bestenfalls schlampige Recherche“
Jan Böhmermann hatte in der Sendung den damaligen BSI-Präsidenten Arne Schönbohm scharf kritisiert und Nähe zu russischen Geheimdiensten suggeriert. Das Landgericht München untersagte wesentliche Aussagen der Sendung und bewertete Teile der Darstellung als unwahr und rufschädigend. Der Senat des OLG München deutete an, dass die Berufung des ZDF wenig Aussicht auf Erfolg habe, und schlug eine öffentliche Klarstellung durch den Sender vor. Die Entscheidung markiert eine juristische Abgrenzung zwischen zulässiger Satire und unzulässigen Tatsachenbehauptungen mit gravierenden persönlichen Folgen für Betroffene.

Israel und die Türkei liefern sich einen gefährlichen Wettbewerb
Die Türkei und Israel verfolgen unterschiedliche Strategien im Umgang mit der Nahostkrise und sehen einander zunehmend als Rivalen. Die türkische Führung befürchtet, dass ein gestürztes Iran-Regime ein Machtvakuum schafft, das kurdische Autonomiebewegungen stärkt und Flüchtlingsströme auslöst. Die israelische Regierung hingegen zieht eine Schwächung oder Destabilisierung des Iran in Betracht, um ihre Sicherheitsbedenken zu mindern. Diese divergierenden Interessen vergrößern das Risiko langfristiger regionaler Konfrontationen und erschweren diplomatische Entspannung.

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Pendlerpauschale: Vorschlag zur Erhöhung
Der Beitrag behandelt die Debatte um eine mögliche Erhöhung der Pendlerpauschale von 38 auf 45 Cent pro Kilometer und nennt politische Positionen, Rechengrößen und praktische Folgen. Er erklärt, dass viele Pendler erst über die Steuererklärung oder per Antrag auf Lohnsteuerermäßigung kurzfristig entlastet werden könnten, und erläutert die Voraussetzungen (Werbungskosten über 1.830 Euro). Anhand von Rechenbeispielen wird gezeigt, wie viel weniger Steuer unterschiedliche Einkommensgruppen und Pendelstrecken tatsächlich zahlen würden. Gleichzeitig analysiert der Text die Haushaltswirkung: jede Cent-Erhöhung kostet den Staat viel Geld, bei sieben Cent wären es etwa 1,6 Milliarden Euro pro Jahr. Abschließend wird beschrieben, wie eine mögliche Finanzierung (etwa über eine Übergewinnsteuer) diskutiert wird und dass innerhalb der Regierung noch keine Einigung besteht.

Lieblingsaktien der Deutschen: Tech, Verteidigung und Turnarounds
Die Auswertung von Handelsdaten deutscher Broker zeigt klare Präferenzen privater Anleger: Technologie- und KI-Werte, industrielle Substanzwerte und Rüstungstitel dominieren. Nvidia bleibt beliebt, Microsoft verzeichnet starke Zuwächse im Ranking, während SAP unter Druck ist – Analysten sehen bei beiden Erholungs- und Kurschancen. Rheinmetall bleibt als Verteidigungstitel stark nachgefragt, was die geopolitische Zeitenwende widerspiegelt; auch kleinere Werte wie Droneshield finden Interesse. Insgesamt teilen Anleger ihre Depots etwa zur Hälfte in heimische und ausländische Titel; die Motive reichen von Wachstumsfantasie bis zu Turnaround-Hoffnungen.

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DIE WELT ist eine der bekanntesten deutschen überregionalen Tageszeitungen und bietet dem Leser wochentäglich umfassende Artikel über aktuelle Themen und Nachrichten aus der ganzen Welt. Von Artikeln über globales politisches Geschehen bis hin zu Inhalten wie Ausbildung oder Rente in Deutschland reicht das vielfältige Themenspektrum.

Welche Inhalte bietet DIE WELT?

Die Zeitung DIE WELT ist eine moderne Tageszeitung mit großen, sorgfältig recherchierten Themen und ausführlichen Kommentaren. Das renommierte Blatt ist in die Ressorts Politik, Wirtschaft, Finanzen und Feuilleton unterteilt und bietet seinen Leser*innen klar strukturierte Nachrichten, Analysen und Einschätzungen. DIE WELT ist eine der führenden Zeitungen Europas und wird dennoch als bodenständig und geradlinig beschrieben. Tagesaktuell relevante Nachrichten aus der ganzen Welt, ihre Verlässlichkeit und die Vielfältigkeit der Themen sind weitere Gründe für die Beliebtheit dieser klassischen Tageszeitung.

Wer sollte DIE WELT lesen?

Die Zeitung ist besonders interessant für alle Menschen, die täglich über aktuelle Entwicklungen in Politik und Wirtschaft in Europa informiert sein möchten.

Das Besondere an der DIE WELT

Die DIE WELT ist eine bürgerlich-konservative Tageszeitung, die wirtschaftspolitisch als „deutlich marktliberal eingestellt“ gesehen wird. Als eine der führenden Zeitungen Europas wird das im Jahr 1946 gegründete Blatt inzwischen in 130 Ländern verkauft und erscheint im Nordischen Format.

  • erscheint seit April 1946
  • 255 Ausgaben pro Jahr, täglich Montag – Freitag
  • eine der führenden Zeitungen Europas

Der Verlag hinter der DIE WELT

Die Zeitung DIE WELT erscheint im Axel Springer Verlag, einem von Europas größten Verlagen mit Sitz in Berlin und Hamburg. Das einst klassische Verlagshaus Axel Springer ist im Laufe der Zeit zu einem weltweit erfolgreichen Medienkonzern geworden. In der britischen Besatzungszone in Hamburg gegründet, erschien DIE WELT erstmals am 2. April 1946 und wurde 1953 vom Verleger Axel Springer übernommen. Das bekannteste Printobjekt von Axel Springer ist neben DIE WELT und WELT am Sonntag vor allem die Familie der Zeitschriften rund um die BILD, der auflagenstärksten Tageszeitung in Deutschland. Sie möchten mehr aus der aufregenden Welt des Medienkonzerns erfahren? Viel Wissenswertes zum Verlag und zu seinen bei uns erhältlichen Magazinen finden Sie in unserem Blog zu den großen Verlagen unter Axel Springer Verlag.

Alternativen zur DIE WELT

DIE WELT ist bei uns der Kategorie Zeitungen zugeordnet. Eine weitere, empfehlenswerte Politik-Zeitung ist DIE ZEIT, welche über Themen aus Politik und Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft, Technik und Medizin, Gesellschaft und Bildung, Reisen, Lifestyle und Sport berichtet. Die International New York Times ist eine englischsprachige Tageszeitung für Europa, die unter anderem über Politik und Wirtschaft aus Europa und den USA berichtet.

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da hat wohl oben ein linker, naiver, verblendeter mensch geschrieben. die welt ist ein hervorragendes blatt - würde mir hier in AT so ein medium wünschen - vorallem keine propaganda-maschine der regierung

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In der aktuellen Ausgabe von Die Welt (Mo-Fr)

  • Leerstand von Wohnungen wird zum Problem
    Ende 2024 standen in Deutschland 1,689 Millionen Wohnungen leer. Empirica stellt fest, dass nur rund 40 Prozent des Leerstands marktaktiv sind und sich kurzfristig vermieten lassen, während 60 Prozent als Ruinen, baufällige oder dysfunktionale Objekte gelten. Regionen wie Sachsen-Anhalt, Thüringen und das Erzgebirge weisen besonders hohe Leerstandsquoten auf, während Großstädte wie München und Berlin kaum marktaktiven Leerstand haben. Die Szenarien bis 2045 zeigen, dass die Entwicklung stark von der Zuwanderung abhängt und im mittleren Szenario rund 1,9 Millionen leerstehende Wohnungen möglich sind.
  • Planloser König der Schulden
    Lars Klingbeil wirkt ratlos angesichts wachsender Haushaltslöcher und muss Einnahmen- und Ausgabenvorgaben neu justieren. Die Koalition genehmigte in dieser Legislatur nahezu eine Billion Euro an neuen Schulden und verteilte zugleich Maßnahmen (etwa Tankrabatt, reduzierte Mehrwertsteuer für die Gastronomie), die das Haushaltsloch vergrößern. Zudem treiben das teure Rentenpaket und andere Ausgaben die strukturellen Defizite voran. Die Regierung steht vor der Aufgabe, kurzfristig Einsparungen in Milliardenhöhe zu finden.
  • Schröder als Ukraine-Vermittler? Parteien sind uneins
    Die Militärparade auf dem Roten Platz fand dieses Jahr ohne Panzer statt aufgrund der Sorge vor ukrainischen Drohnenangriffen. Wladimir Putin signalisierte die Möglichkeit eines Treffens mit Wolodymyr Selenskyj in einem Drittland und brachte Gerhard Schröder als möglichen Vermittler ins Spiel. SPD-Vertreter zeigten sich teils offen für diplomatische Initiativen, während die Bundesregierung und die Grünen den Vorschlag kritisierten. Die AfD wertete Putins Äußerungen als Anlass zur Hoffnung auf baldige Verhandlungen.
  • ZIPPERT ZAPPT
    In Sinzig wurden ein Filialleiter und ein Geldtransportfahrer in einem verschlossenen Raum gefunden, was zunächst als Überfall gedeutet wurde. Die Polizei nannte zuerst mindestens einen Täter, später mindestens einen Verdächtigen, was der Kolumnist als spekulative Formulierungen kritisiert. Der Kolumnist spielt ironisch mit der Möglichkeit, dass die Betroffenen sich selbst eingesperrt haben könnten wie in einem Escape-Room. Die anschließende Fahndung nach einem Mann im Imkeranzug nutzt die Kolumne, um satirisch auf den Begriff des ‚Unverdächtigen‘ zu verweisen.
  • (Thema des Tages) "Entwarnung können wir nicht geben. Die nächste Krise wird kommen"
    Lars Gerdes warnt, dass Frontex trotz Reformen massiv ausgebaut werden müsse und möglicherweise bis zu 30.000 Einsatzkräfte gebraucht werden. Gerdes betont die Bedeutung moderner Technik wie Drohnen, Satellitenbildern und Sensorik für die frühzeitige Erkennung von Migrationsbewegungen, Schleuseraktivitäten und Seenotfällen. Er sieht in der Instrumentalisierung von Migranten durch Staaten wie Belarus und Russland sowie im möglichen Waffenschmuggel nach einem Waffenstillstand Gefährdungen für Europa. Gerdes hebt zudem hervor, dass Rückführungen und Programme zur freiwilligen Rückkehr weiterhin zentrale Aufgaben der Agentur sind.
  • Das Abitur ist kein Gesinnungszeugnis
    Reiner Haseloff warnte, ein Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt könne die Anerkennung von Abiturzeugnissen anderer Länder gefährden, was breite Debatten auslöste. Die AfD liegt in Umfragen vorn, und politische Reaktionen reichen von Ausschlussstrategien bis zu rechtlichen Bedenken. Die Kultusministerkonferenz regelt die Gleichwertigkeit der Allgemeinen Hochschulreife und sichert damit grundsätzlich den bundesweiten Studienzugang. Die Autorin argumentiert, dass das Abitur kein Gesinnungszeugnis sei und nicht zur Punishment-Instrumentalisierung gegenüber Wählern herangezogen werden dürfe.
  • Merz' Beliebtheitswerte sinken auf Macron-Niveau
    YouGov-Umfragen zeigen niedrige Zustimmungswerte für die Regierungschefs Merz, Macron und Starmer, wobei Merz in Deutschland nur 22 Prozent positive Bewertungen erreicht. Die Zufriedenheit mit der deutschen Bundesregierung ist auf ein Rekordtief gesunken, in einer Erhebung gaben lediglich 14 Prozent an, mit der Leistung zufrieden zu sein. In Europa lehnt die Mehrheit die militärische Intervention der USA gegen den Iran ab, was innenpolitisch auch die Bewertung der Regierungschefs beeinflusst. Die Umfrageergebnisse basieren auf einer repräsentativen Befragung in sechs Ländern im April 2026.
  • Wieso das „Correctiv“-Drama kein Ende nimmt
    Das Landgericht Berlin II ordnete die Löschung bestimmter Formulierungen im Correctiv-Artikel an, während das Landgericht Hamburg zuvor andere Passagen für zulässig erklärt hatte. Die Zivilprozessordnung erlaubt bei im Internet abrufbaren Veröffentlichungen einen ‚fliegenden Gerichtsstand‘, sodass Betroffene in verschiedenen Gerichtsbezirken Klagen einreichen können. Felix W. Zimmermann kritisiert, dass dieses System Medien benachteiligt und regt eine Konzentration zuständiger Gerichte oder eine bundesweite Zuteilung nach Eingangsreihenfolge an. Der Bundesgerichtshof könnte bei anhaltend widersprüchlicher Rechtsprechung letztlich eine einheitliche Grundsatzentscheidung treffen, doch bis dahin laufen für Correctiv zahlreiche parallele Verfahren mit hohem Kostenrisiko.
  • Als der Amoklauf der Terroristen gegen den Rechtsstaat begann
    Am 14. Mai 1970 befreiten Linksextremisten um Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und weitere Mitstreiter Andreas Baader gewaltsam aus der Bibliothek des Deutschen Zentralinstituts in Dahlem. Die Befreiungsaktion führte zu Schussverletzungen, einer spektakulären Flucht in gestohlenen Fahrzeugen und markierte einen frühen Gewaltausbruch, der später in die Gründung der RAF mündete. Gefängnisleiter Wilhelm Glaubrecht hatte Baaders Ausführung in die Bibliothek nach juristischer Diskussion genehmigt, was den Tätern Gelegenheit bot. Die Beteiligten wurden später strafrechtlich verfolgt, und die Episode gilt als Start einer langen Terrorserie in Deutschland.
  • Deutschland will selbst Tomahawk-Raketen kaufen
    Die Bundesregierung will laut Bericht der Financial Times bei den USA den Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern und dem Typhon-Raketenwerfersystem anfragen, nachdem eine Stationierung abgelehnt wurde. Verteidigungsminister Boris Pistorius plane demnach eine Reise nach Washington, um das Vorhaben zu klären, ist aber von bilateralen Terminen abhängig. Parallel prüfen Berlin und Washington Joint-Venture-Modelle zur Produktion sowie alternative Beschaffungswege, etwa durch Kooperationen mit der türkischen Rüstungsindustrie. Diplomatische Bemühungen und mögliche Bekanntgaben zu Beschaffungsplänen werden im Vorfeld geopolitischer Treffen wie dem Nato-Gipfel diskutiert.
  • Anders Fogh Rasmussen: "Es gibt viel zu viel Friedensdenken"
    Anders Fogh Rasmussen warnt, dass die Nato in Gefahr sei und Europa seine konventionellen Verteidigungsfähigkeiten eigenständig stärken müsse. Rasmussen plädiert für eine Koalition der Willigen, in der Mitglieder verbindliche Verteidigungsausgaben leisten, Einsatzverpflichtungen eingehen und Blockademöglichkeiten reduziert werden. Er fordert, die Ukraine als integralen Teil einer neuen europäischen Sicherheitsarchitektur einzubinden und Produktionskapazitäten für Waffen und Munition zu erhöhen. Rasmussen betont zudem die Notwendigkeit, Beschaffungsprozesse zu beschleunigen und strategische Führung in Europa zu stärken.
  • So wollen Brüssel und Berlin die Sicherheitslücke schließen
    Donald Trump kündigte überraschend einen Teilabzug von US-Soldaten aus Deutschland und die Nicht-Stationierung von Tomahawk-Raketen an, was in Europa Besorgnis auslöste. Die früher vereinbarte vorübergehende Stationierung konventioneller Präzisionswaffen zur Abschreckung Russlands geriet dadurch in Frage. Berlin und Brüssel arbeiten an Lösungen wie verstärkter Eigenproduktion, Joint Ventures mit US-Firmen und möglichen Käufen aus Drittstaaten, um die Abschreckungsfähigkeit zu erhalten. Diplomaten und Militärs erwägen außerdem stärkere europäische Führungsstrukturen und Koalitionen der Willigen zur konventionellen Verteidigung.
  • Nicht jede Mutter braucht einen Regierungsplan
    Karin Prien verteidigt Änderungen am Förderprogramm 'Demokratie leben' und kritisiert identitätspolitische Ansätze, während die Autorin davor warnt, staatlich Lebensmodelle von Müttern zu diktieren. Die Autorin fordert, dass Gleichberechtigung die Freiheit zur persönlichen Lebensentscheidung sicherstellt, statt Quoten oder planwirtschaftliche Lösungen vorzuschreiben. Der Staat solle sich auf grundlegende Rahmenbedingungen wie bessere Kinderbetreuung konzentrieren, damit Eltern zwischen Beruf und Sorgearbeit wählen können. Die Debatte zeige, dass politische Fürsorge nicht in jede private Entscheidung eingreifen darf.
  • Warum Juden nicht zählen
    Ein Messerangriff in London auf orthodoxe Juden illustriert, wie Antisemitismus unabhängig von konkreten politischen Ereignissen wirkt. Christine Brinck argumentiert, dass Antisemitismus nicht durch reine Bildung verschwindet, sondern als uralter, neurotischer Reflex besteht, der Fakten ignoriert. Die Autorin weist auf die überproportionale Betroffenheit von Juden bei Hassverbrechen hin und kritisiert die einseitige Fokussierung auf Israel, die andere schwere Menschenrechtsverletzungen relativieren kann. Die Schlussfolgerung lautet, dass Schutzmaßnahmen und Aufmerksamkeit für jüdische Communities notwendig bleiben, weil Aufklärung allein das Problem nicht beseitigt.
  • Wenn YouTube das neue Fernsehen ist, braucht es neue Regeln
    Neal Mohans Aussage, YouTube sei ‚das neue Fernsehen‘, stellt die Frage nach den regulatorischen Maßstäben für Plattformen, die publizistische Verantwortung übernehmen. Wolfram Weimer fordert, medienregulatorische Ansätze wie die Landesmedienanstalten auf digitale Plattformen zu übertragen, um Vielfalt und faire Wettbewerbsbedingungen zu sichern. Weimer plädiert für Regeln zur Auffindbarkeit (Prominenz), verbindliche Altersverifikation und ein Level-Playing-Field zwischen klassischen Medien und Plattformen. Die anstehende AVMD-Richtlinienreform bietet aus seiner Sicht die Chance, diese Modernisierung auf EU-Ebene voranzutreiben.
  • Dieters Liebling gewinnt
    Dieter Bohlen brachte Menowin Fröhlich als persönlichen Favoriten in die 22. DSDS-Staffel und inszenierte dessen Comeback bis zum Sieg. Menowin profitierte stark von seiner dramatischen Biographie und der Jurydramaturgie, während technisch und stimmlich andere Finalistinnen wie Constance überzeugendere Auftritte zeigten. Bushido und Isi Glück gaben der Jury neue Klangfarben und trugen zur Unterhaltung bei. Die Staffel litt trotz einiger Lichtblicke unter schwacher Talentdichte, Show-Peinlichkeiten und rückläufigen Quoten.
  • Lauterbach hält Pandemie-Risiko für „absolut gering“
    Karl Lauterbach bewertet das Risiko einer Pandemie durch den auf der 'Hondius' aufgetretenen Andes-Hantavirus als gering. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die europäische Seuchenbehörde ECDC sehen das Risiko für die Allgemeinbevölkerung ebenfalls als niedrig an. Spanien ließ das betroffene Kreuzfahrtschiff nach Granadilla einlaufen und organisierte die Evakuierung und weltweite Rückführung mutmaßlicher Kontaktpersonen zur weiteren Untersuchung. Die WHO vermutet eine Infektionskette mit Ursprung in Argentinien und ordnet umfassende epidemiologische Maßnahmen an.
  • Banker und Finanzexperten werden gerade gesucht
    Regionale Handwerkskammern warnten, dass vorgesehene Rückführungen von Zugewanderten den Fachkräftebedarf verschärfen könnten. Aktuelle Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen jedoch insgesamt weniger ausgeschriebene Stellen als vor einem Jahr, trotz Abgängen vieler Beschäftigter. Stepstone-Analysen melden eine erhöhte Nachfrage nach Bankern, Finanz- und Marketingexperten, während Stellen für einige klassisch defizitäre Berufe (etwa IT-Juniors, Laborkräfte, Köche) zurückgehen. Ökonomen wie vom IW betonen, dass Bürokratieabbau, Anpassungen im öffentlichen Dienst und technologische Veränderungen (z. B. KI) die Lage auf dem Arbeitsmarkt beeinflussen können.
  • Die Unsicherheit von Frauen beim Thema Geld
    Eine Umfrage des Baukreditvermittlers Dr. Klein zeigt, dass Frauen deutlich seltener angeben, sich gut mit finanziellen Themen auszukennen (21 Prozent) als Männer (44 Prozent). ZEW-Forscher fanden, dass ein Teil dieses Gender-Gaps auf geringeres Selbstvertrauen zurückzuführen ist, weil Frauen häufiger ‚weiß nicht‘ antworten, bei erzwungener Auswahl jedoch oft die richtige Lösung wählen. Unterschiede in Erwerbsbiografien, Teilzeitquoten und angesammeltem Eigenkapital tragen zusätzlich zur unterschiedlichen Stellung von Frauen im Immobilien- und Finanzmarkt bei. Die Autoren empfehlen Maßnahmen zur Stärkung von Vertrauen, finanzieller Bildung und Bürokratieabbau, um die finanzielle Partizipation von Frauen zu erhöhen.
  • (Wirtschaft) Auf der OMR wirkt alles wie Zukunft
    Die OMR-Messe fungiert als Spiegel der Digitalwirtschaft und versammelt Disruptoren wie Disruptierte. WELT besuchte die Veranstaltung mit Anlegeraugen und filterte aus rund 700 Ausstellern 69 börsennotierte Firmen zum „OMR-Index“. Viele Software- und AdTech-Unternehmen verloren deutlich an Wert, weil KI klassische Softwarefunktionen infrage stellt. Samsung, Alphabet und Amazon profitierten hingegen von Nachfrage nach Chips, Daten und Cloud-Infrastruktur und verzeichneten starke Kursgewinne.
  • Dieses Auto ist die Elektro-Überraschung des Jahres
    Der Smart #5 Brabus entsteht im 50:50-Joint-Venture von Mercedes-Benz und Geely und wächst zur Mittelklasse-E-SUV-Größe heran. Der Testwagen liefert 646 PS, Allradantrieb, eine 800-Volt-Architektur und sehr hohe DC-Ladeleistungen, die im Test bis zu 340 kW erreichten. Der Innenraum überzeugt mit hochwertigen Materialien, großzügigem Platzangebot und einer klaren Bedienlogik, die besonders beim Laden nützliche Informationen bietet. Der Verbrauch auf der Autobahn liegt bei rund 28–30 kWh/100 km, doch das Gesamtpaket aus Leistung, Ladegeschwindigkeit und Preis macht den Brabus überraschend attraktiv.
  • Trade Republic warnt vor neuer Betrugsmasche
    Betrüger geben sich telefonisch als Mitarbeiter des neuen Trade-Republic-Supports aus und versuchen, Login-Daten oder Bestätigungen zu erschleichen. Screenshots von Kunden zeigen Anrufe mit Berliner Vorwahl und Vorwänden wie 'unregelmäßigen Kontobewegungen' oder 'Datenabgleichen'. Trade Republic betont, dass legitimer Support nur über die App und die Call-Back-Funktion erfolgt und verweist auf verifizierte RCS-Nachrichten zum Schutz vor Phishing. Sicherheitslücken im Telefonnetz ermöglichen Spoofing, sodass Angreifer vertrauenswürdige Nummern fälschen können.
  • (Wirtschaft) Lieber Zinsen einstreichen oder auf Börsengewinne hoffen?
    Wandelanleihen verbinden die Sicherheit einer klassischen Anleihe mit dem Recht, später in Aktien desselben Unternehmens zu wechseln. Analysten und Fondsmanager verzeichneten in den vergangenen zwei Jahren starke Renditen bei vergleichsweise geringerer Volatilität als der Aktienmarkt. Emittenten nutzen Wandelanleihen, weil sie dadurch meist niedrigere Zinskosten tragen müssen, während Privatanleger über ETFs oder Fonds investieren müssen, da einzelne Stückelungen oft zu groß sind. Risiken bestehen bei Insolvenz des Emittenten, ausbleibenden Aktiengewinnen und durch Gebühren von Fonds, die die Rendite schmälern können.
  • (Sport) Die Frau, die sich gegen die Fifa stellt
    Die Gouverneurin von New Jersey, Mikie Sherrill, hat geplante Großveranstaltungen der WM wie ein großes Fan-Fest gestrichen und fordert, dass staatliche Mittel den Menschen vor Ort zugutekommen. Die Fifa plant das Finale im MetLife Stadium, doch New Jersey signalisiert, dass die Kosten für Transport, Sicherheit und Infrastruktur nicht einseitig vom Staat getragen werden sollen. Die Entscheidung, Sonderverkehrskosten von WM-Besuchern verlangen zu lassen, löste internationalen Streit und Debatten über Zuständigkeiten und Verteilung der Lasten aus. Politiker beider Parteien fordern nun höhere Beiträge der Fifa, während lokale Behörden einerseits Chancen, andererseits Risiken für Pendler und Nahverkehr betonen.
  • (Sport) Schneller als alle Männer
    Rachel Entrekin gewann als erste Frau insgesamt das Cocodona 250 und stellte mit 56:09:48 Stunden einen neuen Streckenrekord auf. Das Rennen führte über 407 Kilometer durch Wüste, Wälder und Berge und stellte extreme Anforderungen an Schlafmanagement und Verpflegung; Entrekin schlief insgesamt nur 19 Minuten. Courtney Dauwalter belegte in der Frauenwertung Platz zwei und kam als Sechste gesamt ins Ziel; Kilian Korth war der erste männliche Finisher. Entrekin setzte auf ein sechsköpfiges Unterstützungsteam, simple Nahrungswahl wie Kartoffelpüree und ein trainingsgeprägtes Gefühl statt minutiöser Leistungsdaten.
  • Horrorsturz während der Giro d‘Italia
    Rund 35 Radprofis stürzten 23 Kilometer vor dem Ziel der Giro-Etappe in Weliko Tarnowo, was zu einer Unterbrechung des Rennens führte. Die UAE-Mannschaft war besonders betroffen; Jay Vine musste aufgeben und Adam Yates fuhr blutüberströmt weiter. Die Etappe gewann Guillermo Thomas Silva knapp vor Florian Stork, und Silva übernahm das Rosa Trikot.
  • Messi pulverisiert einen zehn Jahre alten Rekord
    Lionel Messi erreichte in der MLS innerhalb von nur 64 Spielen 100 direkte Torbeteiligungen und verbesserte damit den bisherigen Rekord von Sebastian Giovinco. Messi bereitete zwei Tore vor und traf selbst beim 4:2-Sieg gegen Toronto, wobei das Spiel kurzzeitig durch Fans, die auf das Feld drangen, gestört wurde. Inter Miami liegt in der Eastern Conference derzeit auf Rang drei hinter Nashville SC und New England Revolution.
  • (Feuilleton) Ist die liberale Demokratie am Ende?
    Thomas Schmid kritisiert eine aktuelle 'taz'-Umfrage, deren Beiträge die liberale Demokratie überwiegend pessimistisch beurteilen. Die 1937er-Umfrage der 'The New Republic' zeigte damals hingegen eine Mehrheit, die der Demokratie Zukunft zusprach, trotz des aufkommenden Faschismus. Benedetto Croce und andere Denker argumentierten damals, dass Demokratie nicht identisch mit einer unkontrollierten 'Volksherrschaft' sei, sondern auf einer fähigen politischen Klasse beruhe. Schmid folgert, dass heutiger Alarmismus oft uniform, historisch kurzsichtig und intellektuell wenig ergiebig sei.
  • (Feuilleton) Wenn die Kunstfreiheit zum Politikum wird
    Die 'Art Not Genocide Alliance' (ANGA) rief zu Protesten und einem Streik bei der Venedig-Biennale auf, wodurch zahlreiche Länderpavillons zeitweise geschlossen blieben. Die Biennale-Leitung verweigerte einen Ausschluss Israels, was zusammen mit Russlands Zulassung zu internen Spannungen und dem Rücktritt der unabhängigen Jury führte. Italienische Behörden und die EU reagierten mit Prüfungen und Drohungen hinsichtlich Fördermitteln, während die Biennale als zentrales Netzwerkereignis der internationalen Kunstwelt erhalten bleibt. Die Besucherwahl des 'Besucher-Löwen' ersetzt diesmal Jury-Entscheidungen und kann Boykottstrategien neutralisieren oder zumindest ändern.
  • „Smartphones sind sehr viel mächtiger, als es das Fernsehen jemals war“
    Jonathan Haidt warnt, dass soziale Netzwerke durch süchtig machendes Design das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen schädigen können und verweist auf Gerichtsverfahren und Studien, die das belegen. Haidt plädiert für kollektiv koordinierte Gegenmaßnahmen wie handyfreie Schulen, elterliche Regeln und gesetzliche Leitplanken. Der Psychologe kritisiert die Fragmentierung öffentlicher Debatten auf Plattformen wie X und beschreibt die Folge als eine Anomie, die moralische Urteile und Empathie unterminiert. Haidt empfiehlt eine Balance verschiedener moralischer Grundlagen und lobt pragmatische, fehlerkorrigierende Demokratien wie Schweden und Neuseeland als Vorbilder.
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