Das Orchester Abo

Ausgabe 005/2026
Aktuelle Ausgabe

WERK UND WIRKLICHKEIT
Ein sommerlicher Abend 2013 in Vilnius. Orgelkonzert. Ein kopierter Programmzettel, ein gemischtes Publikum, keine Pause, keine Auftritte und Abgänge. Und plötzlich zwei Wirklichkeiten im selben Raum. Der Musikwissenschaftler Christian Thorau schildert diese Szene gern als sein Schlüsselerlebnis. Eine viersätzige Orgelsonate war im Programmzettel nicht als geschlossenes Werk mit Binnenstruktur gekennzeichnet. Stattdessen erschienen die einzelnen Sätze wie autonome Stücke. Ein Teil des Publikums – die „Programm­zettelnutzer:innen“ – interpretierte die Sätze folglich als Werke verschiedener Komponist:innen. Andere hörten ohne Zettel. Das Resultat: zwei parallele Hörrealitäten!

DAS HEUTE IM GESTERN
Für Viktor E. Frankl ist die Sache glasklar. Wenn der Lauf der Geschichte wie ein Sturz von einer Katastrophe in die nächste erscheine, so habe das auch unmittelbare Auswirkungen auf die Kunst. „Kunst ist nicht nur nicht lenkbar, sondern sie ist auch nicht ablenkbar – sie lässt sich nicht ablenken von dem, was sie wahrnimmt.“ Alles andere hieße, Ästhetik mit Kosmetik zu verwechseln. Das schreibt der 1997 verstorbene Neurologe und Psychiater aus Österreich, ein Pionier der Logotherapie und Existenzanalyse, im Jahr 1975. Aus der Feder von Frankl atmen diese Worte eine besondere Dringlichkeit und Wahrhaftigkeit. Wie durch ein Wunder hat Frankl als Jude während der Nazi-Zeit mehrere Konzentrationslager überlebt, darunter Theresienstadt und Auschwitz.

Ausgabe 004/2026

WAS IST KLASSISCHE INDISCHE MUSIK?
Klassische indische Musik umgibt oft eine Aura des Geheimnisvollen. Sie wird als meditativ, komplex, vielleicht sogar esoterisch wahrgenommen. Lange, pausenlose musikalische Sequenzen, eine ungewohnte Tonsprache und aufwendige Improvisationen können Neugier wecken – aber auch Distanz schaffen. Doch klassische indische Musik ist weder mystische Abstraktion noch ornamentaler Exotismus. Sie ist eine streng strukturierte, historisch kontinuierlich entstandene Kunstform mit klar definierter Grammatik, Pädagogik und ästhetischer Philosophie.

GEIGEN IM HIMALAYA
Im ländlichen Kalimpong lernen Kinder seit 30 Jahren Streichinstrumente – sie ­verändern damit ihr ­Leben und schlagen ­Brücken ­zwischen Indien und Europa

Ausgabe 003/2026

MUT ZU NEUEN FORMATEN!
Gleich zu Beginn die gute Nachricht: Es gibt sie längst, vielgestaltig und zahlreich, die neuen Ideen und Formate für zeitgemäße Konzerte. Gleich hinterher die schlechte: Sie kosten mehr, weil sie mehr Menschen mit kreativer Energie brauchen zum Ausdenken und mehr Zeit, um sie zu entwickeln und mit allen auszuprobieren.

KONZERT ALS VERMITTLUNG
Die Debatte über neue Konzertformate ist alt, doch Barbara Balba Weber fordert radikal: Nicht Vermittlung für bestehende Formate, sondern Formate als Vermittlung und kulturelle Teilhabe denken. Bis Januar leitete sie „Music in Context“ in Bern. Ihr Fazit: Der Konzertkontext selbst muss zum zentralen Gestaltungsfeld werden.

Ausgabe 002/2026

MUSIK GEHÖRT ALLEN!
Die Münchner Symphoniker und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin entwickeln preisgekrönte inklusive Konzertformate. Der Text schildert eine lebendige Probe mit den Münchner Symphonikern unter Joseph Bastian, bei der Fabian Moraw gemeinsam mit dem Orchester „99 Luftballons“ singt. Musik wird hier als mitreißendes, gemeinschaftliches Erlebnis erfahrbar.

EINBLICKE IN UNERHÖRTES
Mit der Erfindung der Brailleschrift 1825 schuf Louis Braille die Grundlage moderner Blindenpädagogik. Das international etablierte Sechs-Punkte-System wurde zentral für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe. 1888 wurde betont, dass Lehrkräfte Braille beherrschen müssen. Musik und Literatur gelten dabei als die einzigen Kunstformen, die blinde Menschen vollständig erleben können.

Ausgabe 001/2026

ACHT SCHRITTE IN DIE ZUKUNFT
Die Leitung und Führung von Organisationen hat sich in den vergangenen Jahrhunderten vor allem im Bereich der Wirtschaft und in NGOs enorm verändert. Die Kulturorganisationen hinken diesen Entwicklungen hinterher, obwohl sie die besten Voraussetzungen ­dafür besitzen, aus sich selbst heraus gute Leadership zu entwickeln. Der Autor unseres Grundsatzbeitrags schlägt detailliert acht Schritte zu einer zur modernen Leadership vor: Es sind Instrumente eines lernenden Orchesters zur Vorbereitung eines Organisationswandels

AUTORITÄT UND AUTHENTIZITÄT
Der Taktstock allein genügt nicht mehr. Wer ein Orchester oder Opernhaus leitet, muss weit mehr mitbringen als musikalische Exzellenz. Strategisches Denken, emotionale Intelligenz, Kommunikationsstärke und gesellschaftliche Verantwortung prägen das Profil moderner Dirigent:innen. Es sind Qualitäten, die zunehmend auch an den Musikhochschulen systematisch vermittelt werden. An der Weimarer „Dirigentenschmiede“, einem der renommiertesten Ausbildungsorte im deutschsprachigen Raum, wird dieser Wandel besonders deutlich.

Ausgabe 012/2025


Ausgabe 011/2025


Ausgabe 010/2025


Ausgabe 009/2025


In Ausgabe 009/2025 von Das Orchester

Ausgabe 007/2025


In Ausgabe 007/2025 von Das Orchester

Ausgabe 006/2025


In Ausgabe 006/2025 von Das Orchester

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Porträt von Das Orchester

Wie gehen Orchester mit längeren Vakanzen, Ausschreibungen, Einladungen, Probespiel, Auswahl und Erprobung um und wie bereiten Musikhochschulen darauf vor? Immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass nicht unbedingt derjenige, der am schnellsten und schönsten spielt derjenige ist der am besten langfristig in das Orchester passt. Damit und mit vielen anderen Themen beschäftigt sich die Zeitschrift Orchester und macht den Musikerkosmos transparent.

Welche Inhalte bietet Orchester?

Das Magazin greift alle immanenten Themen rund um das Orchester auf: die Musikerausbildung, den Berufsalltag, Musik und Musikermedizin, Musikvermittlung und Ausbildungsprogramme, Publikumsgewinnung und Kulturfinanzierung, Orchestermarketing und Management.
Jedes Heft wirft einen Blick auf die internationale Orchesterlandschaft, auf die Arbeit der Rundfunkchöre und Studien über Publikumsforschung. Berichte über Konzertreihen, Musiktheaterpremieren, Musikfestspiele, Wettbewerbe. Symposien und zahlreiche Besprechungen von Büchern, Noten, CDs und DVDs spiegeln das aktuelle Musikleben.

Wer sollte Orchester lesen?

Das einzigartige Magazin wissen Berufs- und Laienmusiker, Opern- und Konzertliebhaber, Musikwissenschaftler und Studierende, Hersteller und Händler von Musikverlagen sehr zu schätzen!

Das Besondere an Orchester

Einen umfangreichen Teil der Zeitschrift macht der weltweit größte Musiker-Stellenmarkt aus, in dem fast alle deutschen Orchester und Rundfunkchöre, europäische aber auch internationale Klangkörper ihre Vakanzen anzeigen und Probespiele ausschreiben. Seit 2011 ist der Stellenmarkt online.

  • das Magazin für Musiker und Management
  • mit dem weltweit größten Stellenmarkt für Musiker
  • Orchester erscheint 11 x jährlich mit einer Auflage von 20.000 Exemplaren.

Der Verlag hinter Orchester

Die Schott Music GmbH & Co.KG ist ein großer Musik- und Musikbuchverlag und einer der ältesten noch bestehenden Musikverlage überhaupt. Gründer war Bernhard Schott im Jahre 1770. Bei Schott wurde unter anderem das gesamte kompositorische Werk von Richard Wagner editiert, wodurch der Verlag schließlich Weltgeltung erreichte; ebenso z.B. Beethovens 9.Sinfonie und Werke von Wolfgang Amadeus Mozart. Der Firmensitz befindet sich seit seiner Gründung in Mainz am Rhein. Schott Music weist in der jüngeren Unternehmensgeschichte Merkmale eines multimedialen internationalen Mischkonzerns der Musikbranche auf. Die Zeitschriften von Schott Music werden von einem breiten Fachpublikum intensiv genutzt. Das Themenspektrum deckt viele Bereiche ab – von der Musikpädagogik bis hin zu Publikationen für Berufsmusiker.

Alternativen zu Orchester

Das Orchester spielt in der Kategorie Kultur- und Musikzeitschriften für Sie. Opern sind, auch wenn man das Orchester nur zweimal zu Gesicht bekommt, ohne Orchester nicht vorstellbar. Deshalb hier zwei Empfehlungen, die sich mit der Opernwelt beschäftigen und so Ihr Interesse wecken könnten: die Zeitschrift Opernwelt und die Orpheus. Ein gewichtiges Magazin ist auch die Neue Zeitschrift für Musik, die als Leitmedium für zeitgenössische Musik gilt. Die BBC Music liefert Informationen über das klassische Musikleben auf der Insel und die Fono Forum ist ebenfalls ein Klassikmagazin, das zusätzlich Porträts seiner Künstler und Künstlerinnen liefert.

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Ein sommerlicher Abend 2013 in Vilnius. Orgelkonzert. Ein kopierter Programmzettel, ein gemischtes Publikum, keine Pause, keine Auftritte und Abgänge. Und plötzlich zwei Wirklichkeiten im selben Raum. Der Musikwissenschaftler Christian Thorau schildert diese Szene gern als sein Schlüsselerlebnis. Eine viersätzige Orgelsonate war im Programmzettel nicht als geschlossenes Werk mit Binnenstruktur gekennzeichnet. Stattdessen erschienen die einzelnen Sätze wie autonome Stücke. Ein Teil des Publikums – die „Programm­zettelnutzer:innen“ – interpretierte die Sätze folglich als Werke verschiedener Komponist:innen. Andere hörten ohne Zettel. Das Resultat: zwei parallele Hörrealitäten!

DAS HEUTE IM GESTERN
Für Viktor E. Frankl ist die Sache glasklar. Wenn der Lauf der Geschichte wie ein Sturz von einer Katastrophe in die nächste erscheine, so habe das auch unmittelbare Auswirkungen auf die Kunst. „Kunst ist nicht nur nicht lenkbar, sondern sie ist auch nicht ablenkbar – sie lässt sich nicht ablenken von dem, was sie wahrnimmt.“ Alles andere hieße, Ästhetik mit Kosmetik zu verwechseln. Das schreibt der 1997 verstorbene Neurologe und Psychiater aus Österreich, ein Pionier der Logotherapie und Existenzanalyse, im Jahr 1975. Aus der Feder von Frankl atmen diese Worte eine besondere Dringlichkeit und Wahrhaftigkeit. Wie durch ein Wunder hat Frankl als Jude während der Nazi-Zeit mehrere Konzentrationslager überlebt, darunter Theresienstadt und Auschwitz.

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004/2026

WAS IST KLASSISCHE INDISCHE MUSIK?
Klassische indische Musik umgibt oft eine Aura des Geheimnisvollen. Sie wird als meditativ, komplex, vielleicht sogar esoterisch wahrgenommen. Lange, pausenlose musikalische Sequenzen, eine ungewohnte Tonsprache und aufwendige Improvisationen können Neugier wecken – aber auch Distanz schaffen. Doch klassische indische Musik ist weder mystische Abstraktion noch ornamentaler Exotismus. Sie ist eine streng strukturierte, historisch kontinuierlich entstandene Kunstform mit klar definierter Grammatik, Pädagogik und ästhetischer Philosophie.

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MUT ZU NEUEN FORMATEN!
Gleich zu Beginn die gute Nachricht: Es gibt sie längst, vielgestaltig und zahlreich, die neuen Ideen und Formate für zeitgemäße Konzerte. Gleich hinterher die schlechte: Sie kosten mehr, weil sie mehr Menschen mit kreativer Energie brauchen zum Ausdenken und mehr Zeit, um sie zu entwickeln und mit allen auszuprobieren.

KONZERT ALS VERMITTLUNG
Die Debatte über neue Konzertformate ist alt, doch Barbara Balba Weber fordert radikal: Nicht Vermittlung für bestehende Formate, sondern Formate als Vermittlung und kulturelle Teilhabe denken. Bis Januar leitete sie „Music in Context“ in Bern. Ihr Fazit: Der Konzertkontext selbst muss zum zentralen Gestaltungsfeld werden.

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MUSIK GEHÖRT ALLEN!
Die Münchner Symphoniker und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin entwickeln preisgekrönte inklusive Konzertformate. Der Text schildert eine lebendige Probe mit den Münchner Symphonikern unter Joseph Bastian, bei der Fabian Moraw gemeinsam mit dem Orchester „99 Luftballons“ singt. Musik wird hier als mitreißendes, gemeinschaftliches Erlebnis erfahrbar.

EINBLICKE IN UNERHÖRTES
Mit der Erfindung der Brailleschrift 1825 schuf Louis Braille die Grundlage moderner Blindenpädagogik. Das international etablierte Sechs-Punkte-System wurde zentral für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe. 1888 wurde betont, dass Lehrkräfte Braille beherrschen müssen. Musik und Literatur gelten dabei als die einzigen Kunstformen, die blinde Menschen vollständig erleben können.

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ACHT SCHRITTE IN DIE ZUKUNFT
Die Leitung und Führung von Organisationen hat sich in den vergangenen Jahrhunderten vor allem im Bereich der Wirtschaft und in NGOs enorm verändert. Die Kulturorganisationen hinken diesen Entwicklungen hinterher, obwohl sie die besten Voraussetzungen ­dafür besitzen, aus sich selbst heraus gute Leadership zu entwickeln. Der Autor unseres Grundsatzbeitrags schlägt detailliert acht Schritte zu einer zur modernen Leadership vor: Es sind Instrumente eines lernenden Orchesters zur Vorbereitung eines Organisationswandels

AUTORITÄT UND AUTHENTIZITÄT
Der Taktstock allein genügt nicht mehr. Wer ein Orchester oder Opernhaus leitet, muss weit mehr mitbringen als musikalische Exzellenz. Strategisches Denken, emotionale Intelligenz, Kommunikationsstärke und gesellschaftliche Verantwortung prägen das Profil moderner Dirigent:innen. Es sind Qualitäten, die zunehmend auch an den Musikhochschulen systematisch vermittelt werden. An der Weimarer „Dirigentenschmiede“, einem der renommiertesten Ausbildungsorte im deutschsprachigen Raum, wird dieser Wandel besonders deutlich.

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Wie gehen Orchester mit längeren Vakanzen, Ausschreibungen, Einladungen, Probespiel, Auswahl und Erprobung um und wie bereiten Musikhochschulen darauf vor? Immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass nicht unbedingt derjenige, der am schnellsten und schönsten spielt derjenige ist der am besten langfristig in das Orchester passt. Damit und mit vielen anderen Themen beschäftigt sich die Zeitschrift Orchester und macht den Musikerkosmos transparent.

Welche Inhalte bietet Orchester?

Das Magazin greift alle immanenten Themen rund um das Orchester auf: die Musikerausbildung, den Berufsalltag, Musik und Musikermedizin, Musikvermittlung und Ausbildungsprogramme, Publikumsgewinnung und Kulturfinanzierung, Orchestermarketing und Management.
Jedes Heft wirft einen Blick auf die internationale Orchesterlandschaft, auf die Arbeit der Rundfunkchöre und Studien über Publikumsforschung. Berichte über Konzertreihen, Musiktheaterpremieren, Musikfestspiele, Wettbewerbe. Symposien und zahlreiche Besprechungen von Büchern, Noten, CDs und DVDs spiegeln das aktuelle Musikleben.

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  • das Magazin für Musiker und Management
  • mit dem weltweit größten Stellenmarkt für Musiker
  • Orchester erscheint 11 x jährlich mit einer Auflage von 20.000 Exemplaren.

Der Verlag hinter Orchester

Die Schott Music GmbH & Co.KG ist ein großer Musik- und Musikbuchverlag und einer der ältesten noch bestehenden Musikverlage überhaupt. Gründer war Bernhard Schott im Jahre 1770. Bei Schott wurde unter anderem das gesamte kompositorische Werk von Richard Wagner editiert, wodurch der Verlag schließlich Weltgeltung erreichte; ebenso z.B. Beethovens 9.Sinfonie und Werke von Wolfgang Amadeus Mozart. Der Firmensitz befindet sich seit seiner Gründung in Mainz am Rhein. Schott Music weist in der jüngeren Unternehmensgeschichte Merkmale eines multimedialen internationalen Mischkonzerns der Musikbranche auf. Die Zeitschriften von Schott Music werden von einem breiten Fachpublikum intensiv genutzt. Das Themenspektrum deckt viele Bereiche ab – von der Musikpädagogik bis hin zu Publikationen für Berufsmusiker.

Alternativen zu Orchester

Das Orchester spielt in der Kategorie Kultur- und Musikzeitschriften für Sie. Opern sind, auch wenn man das Orchester nur zweimal zu Gesicht bekommt, ohne Orchester nicht vorstellbar. Deshalb hier zwei Empfehlungen, die sich mit der Opernwelt beschäftigen und so Ihr Interesse wecken könnten: die Zeitschrift Opernwelt und die Orpheus. Ein gewichtiges Magazin ist auch die Neue Zeitschrift für Musik, die als Leitmedium für zeitgenössische Musik gilt. Die BBC Music liefert Informationen über das klassische Musikleben auf der Insel und die Fono Forum ist ebenfalls ein Klassikmagazin, das zusätzlich Porträts seiner Künstler und Künstlerinnen liefert.

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  • WERK UND WIRKLICHKEIT
    Ein sommerlicher Abend 2013 in Vilnius. Orgelkonzert. Ein kopierter Programmzettel, ein gemischtes Publikum, keine Pause, keine Auftritte und Abgänge. Und plötzlich zwei Wirklichkeiten im selben Raum. Der Musikwissenschaftler Christian Thorau schildert diese Szene gern als sein Schlüsselerlebnis. Eine viersätzige Orgelsonate war im Programmzettel nicht als geschlossenes Werk mit Binnenstruktur gekennzeichnet. Stattdessen erschienen die einzelnen Sätze wie autonome Stücke. Ein Teil des Publikums – die „Programm­zettelnutzer:innen“ – interpretierte die Sätze folglich als Werke verschiedener Komponist:innen. Andere hörten ohne Zettel. Das Resultat: zwei parallele Hörrealitäten!
  • DAS HEUTE IM GESTERN
    Für Viktor E. Frankl ist die Sache glasklar. Wenn der Lauf der Geschichte wie ein Sturz von einer Katastrophe in die nächste erscheine, so habe das auch unmittelbare Auswirkungen auf die Kunst. „Kunst ist nicht nur nicht lenkbar, sondern sie ist auch nicht ablenkbar – sie lässt sich nicht ablenken von dem, was sie wahrnimmt.“ Alles andere hieße, Ästhetik mit Kosmetik zu verwechseln. Das schreibt der 1997 verstorbene Neurologe und Psychiater aus Österreich, ein Pionier der Logotherapie und Existenzanalyse, im Jahr 1975. Aus der Feder von Frankl atmen diese Worte eine besondere Dringlichkeit und Wahrhaftigkeit. Wie durch ein Wunder hat Frankl als Jude während der Nazi-Zeit mehrere Konzentrationslager überlebt, darunter Theresienstadt und Auschwitz.
  • MESSBAR SENSIBLER
    Angelika Dietrich im Gespräch mit dem Musikermediziner Fabian Sternkopf über die These, das Musiker:innen oft schmerzempfindlicher als andere Menschen sind.
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